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Leverkusen springt mit 2:1 gegen Dortmund auf Platz zwei

Bayer Leverkusen ist zumindest für einen Tag zum ersten Jäger von Bayern München in der deutschen Fußball-Bundesliga aufgestiegen. Die Werkself feierte am Dienstagabend im Schlager der 17. Runde gegen Borussia Dortmund einen 2:1-Erfolg und zog an den punktgleichen Leipzigern, die erst am Mittwoch Union Berlin zu Gast haben, vorbei. Der Rückstand auf den Spitzenreiter beträgt vier Punkte, ÖFB-Star David Alaba und Co. treten am Mittwoch in Augsburg an.

Stefan Lainer (l.) und Co. behielten die Oberhand SN/APA (dpa)/Federico Gambarini
Stefan Lainer (l.) und Co. behielten die Oberhand

Der VfL Wolfsburg zog dank eines 2:0-Erfolges beim Vorletzten FSV Mainz nach Punkten mit den viertplatzierten Dortmundern gleich, denen sieben Zähler auf Rang eins fehlen. Borussia Mönchengladbach ist nach einem schmeichelhaften 1:0-Sieg gegen Werder Bremen Siebenter. Es war der dritte Sieg in den jüngsten vier Runden, in denen es keine Niederlage gab. Über ein wichtiges Erfolgserlebnis durfte 1899 Hoffenheim beim 3:0 bei Hertha BSC jubeln.

Leverkusen trat gegen Dortmund ohne den auf der Bank sitzenden Abwehrspieler Aleksandar Dragovic sowie auch Kapitän Julian Baumgartlinger an. Der Mittelfeldspieler fehlte aufgrund von muskulären Problemen, die er schon zuletzt gespürt hatte.

Für Bayer lief es von Beginn an nach Wunsch, Moussa Diaby (14.) traf nach einem fast 50-Meter-Pass von Leon Bailey im Konter. In der 67. Minute konnte Julian Brandt zwar ausgleichen, die Dortmunder verließen aber trotzdem als Verlierer den Platz. Wieder nach einem Konter sorgte der erst 17-jährige Florian Wirtz (80.) für die Entscheidung. Somit setzte es für den BVB nach dem 1:1 gegen Mainz den nächsten Rückschlag. Für Leverkusen endete eine sieglose Serie nach vier Partien.

Wolfsburgs Pflichtsieg fixierten Bartosz Bialek (65.) und Wout Weghorst (79.) erst in der zweiten Hälfte. Xaver Schlager wirkte in der Truppe von Coach Oliver Glasner wie gewohnt 90 Minuten mit. Auf der anderen Seite konnten Philipp Mwene und Karim Onisiwo nichts an der zwölften Niederlage ändern. Mwene leitete wie schon zuletzt einen Gegentreffer (den ersten) mit einem Ballverlust ein.

Positiv trat hingegen mit Christoph Baumgartner ein anderer ÖFB-Kicker im Hoffenheim-Dress in Erscheinung. Der 21-Jährige bereitete den Führungstreffer von Sebastian Rudy (33.) vor. Danach glückte Andrej Kramaric ein Doppelpack (68., 88./Freistoß). Auch Stefan Posch stand in der Startelf der Sieger.

Gladbachs Heimsieg fixierte Nico Elvedi in der 66. Minute, es war der erste Liga-Saisontreffer des 24-jährigen Schweizers. Stefan Lainer war über die volle Distanz im Einsatz, Hannes Wolf bis zur 85. Minute. Bei den Bremern spielte Abwehrspieler Marco Friedl durch, Romano Schmid wurde in der 74. Minute ausgetauscht. Dem 20-jährigen ÖFB-U21-Teamspieler wäre beinahe in der 27. Minute ein sehenswerter Führungstreffer geglückt, Gladbach-Tormann Yann Sommer konnte einen Volleyschuss aber aus dem Kreuzeck fischen. Auch in der 87. Minute hatte Gladbach Glück - da bei einem Stangenschuss des für Schmid eingewechselten Milot Rashica. Die auf Rang 13 liegenden Bremer haben nur zwei ihrer jüngsten 14 Partien gewonnen.

Bei den Gladbachern fehlte Breel Embolo, der wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen die Corona-Schutzordnung aus dem Kader gestrichen wurde. "Es ist völlig sinnfrei, am Samstagabend um 2.30 in der Pandemiezeit als Person der Öffentlichkeit mit dem Kumpel zu einem anderen Freund zu fahren. Schon in dem Moment habe ich eine Corona-Regel gebrochen", sagte Rose gegenüber Sky. Rose hatte mit Embolo wegen des Vorfalls telefoniert. "Er hat uns glaubwürdig versichert, dass er kein Teil irgendeiner Party war", sagte der Ex-Salzburg-Trainer. Dies wäre für Rose auch ein Unding. "Eine Party zu feiern in diesen Zeiten, wäre ein erheblicher Unterschied."

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