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Marcel Sabitzer - erstes Tor für Leipzig nach überstandener Corona-Infektion

RB Leipzig hat sich in der deutschen Fußball-Bundesliga am Sonntag auf Rang drei vorgearbeitet. Beim 5:0-Kantersieg beim FSV Mainz 05 glänzte neben Dreifach-Torschütze Timo Werner auch ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer mit je einem Tor und Assist. Für Sabitzer war es ein besonderer Treffer.

Vor dreieinhalb Wochen lieferte Sabitzer nämlich laut deutschen Medienberichten einen positiven Coronatest ab. Der ÖFB-Teamspieler begab sich in zweiwöchige Quarantäne, blieb während dieser Zeit stets jedoch symptomfrei. Seither wurde Sabitzer mehrere Male negativ getestet.

Durch die Isolation versäumte der Mittelfeldspieler allerdings zwei Trainingswochen, weshalb er beim Neustart nach der Corona-Pause vor einer Woche gegen Freiburg nur eingewechselt wurde. Am Sonntag gegen Mainz stand er aber schon wieder in der Startformation.

Mit Erfolg: Sabitzer sorgte trotz Trainingsrückstands nach einer coronabedingten Pause in der 36. Minute für den 3:0-Pausenstand. Die weiteren Treffer gingen auf das Konto von Timo Werner (11., 48., 75.), der nun bei 24 Saisontoren hält, und Yussuf Poulsen (23.). Poulsen ist mit 250 Pflichtspieleinsätzen Rekordspieler der "Bullen".

Über eine neue persönliche Bestmarke durfte sich Sabitzer freuen. Der Ex-Salzburger traf zum neunten Mal in dieser Saison und damit schon jetzt öfter als 2016/17 (8). Er schoss den Ball im Strafraum überlegt hoch ins Eck. Zuvor hatte er bereits Poulsen via Maßflanke ideal bedient. Einen Assist durfte sich auch Konrad Laimer gutschreiben lassen. Der 22-Jährige leitete den ersten Treffer ein, setzte sich dabei auf der Seite gut durch und bediente Werner. Kurz vor der Pause schied er allerdings nach einem Zweikampf vermutlich mit einer Knieverletzung aus.

Einsatzminuten bekam auch Hannes Wolf. Der 21-Jährige kam ab der 70. Minute zum Zug, sein viertes Saisonspiel war damit gleichzeitig sein längstes. Leipzig kehrte nach drei Remis in Folge auf die Siegerstraße zurück. Sieben Punkte fehlen dem Dritten auf Leader Bayern München, drei auf Borussia Dortmund.

Gegen Mainz lief es für die Leipziger schon im Hinspiel wie am Schnürchen, damals hatte man mit 8:0 den höchsten Sieg in dieser Liga-Saison eingefahren. Auch dank dieser beiden Partien hat Leipzig schon jetzt einen neuen eigenen Torrekord (68) im Oberhaus aufgestellt. Die bisherige Bestmarke war seit 2016/17 bei 66 Toren gestanden.

Der Tabellen-15. Mainz verlor nach drei ungeschlagenen Partien wieder einmal. Karim Onisiwo konnte sich bis zur Auswechslung in der 74. Minute wie seine Kollegen in der Offensive nicht entscheidend in Szene setzen.

Schalke ist indes nach der 0:3-Niederlage gegen Augsburg seit Mitte Jänner mittlerweile neun Ligapartien sieglos. Im Herbst lagen die Königsbauen noch auf einem Champions-League-Platz. Mittlerweile sind sie Tabellenachte. Vergangene Woche waren die Schalker im Revierderby bei Borussia Dortmund sogar mit 0:4 unter die Räder gekommen, eine Krise ist nicht mehr wegzuleugnen.

Alessandro Schöpf und Michael Gregoritsch spielten bei Schalke durch, Landsmann Guido Burgstaller saß auf der Ersatzbank. Eduard Löwen brachte Augsburg per Freistoß früh in Führung (6.). Im Finish nutzten Noah Joel Sarenren Bazee (76.) und Sergio Cordova (91.) Fehler der Schalker Hintermannschaft zu weiteren Treffern.

Bei den Augsburgern stand erstmals Neo-Trainer Heiko Herrlich an der Seitenlinie. Seine Premiere hatte der Ex-Stürmer vergangene Woche beim 1:2 in Wolfsburg verpasst, nachdem er während des Quarantäne-Trainingslagers vor dem Bundesliga-Neustart einkaufen war und damit gegen die Corona-Isolationsbestimmungen der Liga verstoßen hatte.

Quelle: APA

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