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Marco Rose: "Das war außergewöhnlich"

Nach der überragenden Leistung beim 4:0 gegen den FC Brügge blickten Spieler und Trainer von Red Bull Salzburg schon in Richtung Auslosung am Freitag. Fest steht: Fürchten müssen die Bullen keinen Gegner.

Marco Rose war stolz auf sein Team.  SN/APA/KRUGFOTO
Marco Rose war stolz auf sein Team.

Trainer Marco Rose war nach dem 4:0 gegen den FC Brügge begeistert von seinem Team und von der Stimmung in der Red Bull Arena: "Das war außergewöhnlich. Wir haben heute wieder einen tollen Abend in Salzburg erlebt. Ich bin stolz auf die Mannschaft. Jetzt freuen wir uns auf einen weiteren Abend dieser Art." Bei der Auslosung würden "viele tolle Mannschaften" warten: "Es ist für uns die nächste Challenge, man sieht, dass wir daran Spaß haben. Wir müssen aber trotzdem demütig sein und zu schätzen wissen, was wir heute geschafft haben. Patson Daka hat einen großen Anteil am Sieg. Wir wollten einfach seine Qualitäten einsetzen, seine Schnelligkeit nutzen."

Ivan Leko, der Trainer des FC Brügge, meinte: "Es war für uns eine gute, aber auch schmerzhafte Lektion auf hohem Niveau. Auf diesem Niveau waren wir heute nicht gut genug. Auch weil Salzburg ein fantastischer Gegner war. Ein Spitzenteam mit unglaublichem Pressing und hohem Tempo. Wir wollten das Spiel hoch gestalten, das hat Salzburg nicht zugelassen. Es ist eine peinliche Niederlage, weil viele kleine Details nicht funktioniert haben. Aber es ist auch kein Drama. Schade, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben."

Patson Daka, mit zwei Toren der Mann des Abends, gab sich optimistisch: "Nichts ist unmöglich, wenn wir so spielen wie heute. Einen Wunschgegner habe ich nicht für die nächste Runde." Er habe die Chance genützt, die sich durch den Ausfall von Fredrik Gulbrandsen ergeben hatte: "Da heißt es Verantwortung übernehmen. Der Sieg war verdient für uns, ich bin stolz auf uns und auf meine zwei Tore." Tore zu schießen, das sei "sein Job". Ob er beim nächsten Mal wieder in der Startelf steht, ist aber offen: "Das ist die Entscheidung des Trainers. Wenn die Chance kommt, werde ich wieder alles tun. Aber nichts kommt von selbst, sondern nur durch harte Arbeit."

Verteidiger Stefan Lainer kämpfte mit "Turban" 90 Minuten lang und bilanzierte: "Wir haben gegenüber dem Hinspiel zugelegt und konnten diesmal unsere Spielweise über 90 Minuten auf den Platz bringen. Das war schon eindrucksvoll, und ich bin stolz. Teil dieser Mannschaft zu sein. Jeder kämpft, ackert und läuft. Man spürt die Gänsehaut, wenn die Fans mitgehen und wenn man den Rückstand aus de Hinspiel drehen kann." Nach dem vergebenen Elfmeter habe niemand aufgesteckt: "Wir haben weitergespielt, als ob nichts gewesen wäre. Wichtig war, dann das erste Tor zu machen. Was am Ende zählt, ist das Weiterkommen."

Nach dem Triumph gebe es für ihn keinen Wunschgegner, meinte Lainer, aber: "Der Xaver (Schlager) redet jeden Tag von Arsenal. Für ihn wünsche ich mir, dass es das wird."

Albert Vallci wurde für sei Debüt im Bullendress gleich ins kalte Wasser geworfen: "Für mich eine tolle Sache, ich bin glücklich. Man hat schon von drauße gespürt, dass jeder auf dem Platz unbedingt in die nächste Runde kommen will. Die erste Halbeit war der Schlüssel zum Erfolg. Jeder Spieler war extrem fokussiert, die Fans waren überragend. Jetzt können wir uns auf die Auslosung freuen."

Europa League, 1/16-Finale

Begegnung Ergebnis Gesamt
Red Bull Salzburg - FC Brügge 4:0 5:2
Dinamo Zagreb - V. Pilsen 3:0 4:2
Arsenal - BATE Borisow 3:0 3:1
E. Frankfurt - Schachtar Donezk 4:1 6:3
Napoli - FC Zürich 2:0 5:1
Valencia - Celtic Glasgow 1:0 3:0
Villarreal - Sporting Lissabon 1:1 2:1
St. Petersburg - Fenerbahce 3:1 3:2
Leverkusen - Krasnodar 1:1 1:1*
Benfica - Galatasaray 0:0 2:1
Betis Sevilla - Rennes 1:3 4:6
Chelsea - Malmö 3:0 5:1
D. Kiew - Ol. Piräus 1:0 3:2
Genk - Slavia Prag 1:4 1:4
Inter Mailand - Rapid Wien 4:0 5:0
  • Auswärtstor entschied für Krasnodar
Quelle: SN

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