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Österreich prägt die deutsche Bundesliga

Der ÖFB stellt mit 32 Spielern einmal mehr das größte Legionärskontingent im deutschen Spitzenfußball, der am Freitag mit einem glasklaren Titelfavoriten in die neue Saison startet.

Der Salzburger Konrad Laimer (Bildmitte) ist einer von 33 österreichischen Legionären in der deutschen Bundesliga. SN/GEPA pictures
Der Salzburger Konrad Laimer (Bildmitte) ist einer von 33 österreichischen Legionären in der deutschen Bundesliga.

Die Favoritenrolle von Bayern München vor der am Freitag beginnenden deutschen Fußball-Bundesliga könnte klarer nicht sein: Der Rekordmeister war vergangene Saison nicht nur national das Maß aller Dinge, sondern auch auf Europaebene dank des Champions-League-Triumphs. Alles andere als der neunte Meistertitel der Münchner in Folge wäre eine faustdicke Überraschung.

"Klar, bei Bayern München willst du immer Meister werden. Wir wollen die nächste Meisterschaft klarmachen", gab Coach Hansi Flick vor dem Start gegen Schalke die Marschroute vor. Trotz des errungenen Triples sei der Erfolgshunger bei seinen Spielern da. "Ich glaube nicht, dass meine Mannschaft Probleme hat mit der Motivation. Die Spieler wollen Erfolg, die wollen auch den Erfolg bestätigen", erläuterte der frühere Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft.

2019/20 lagen 13 Punkte zwischen dem nun 30-fachen Champion und Vizemeister Dortmund. Ob es diesmal enger wird? "Es wird dieses Jahr verdammt schwer", prophezeite Flick. Ob sein ungewohnter Pessimismus mit den negativen Nebengeräuschen zu tun hat? Eine Rolle spielt dabei ÖFB-Star David Alaba. Die Vertragsverhandlungen mit dem Abwehrchef für einen Kontrakt über 2021 hinaus werden von einer medialen Schlammschlacht begleitet.

Als größter Konkurrent geht wieder Borussia Dortmund ins Rennen. Der BVB war 2012 der letzte Nicht-Bayern-Meister und peilt 2021 nach zwei Vizemeistertiteln den neunten Liga-Triumph an. Die Dortmunder sind das einzige Team neben Hertha BSC ohne Österreicher unter Vertrag. Bei RB Leipzig hingegen spielen ÖFB-Legionäre tragende Rollen. Marcel Sabitzer fungiert als Kapitän, Konrad Laimer ist in der Regel Stammspieler. Zum Auftakt nicht, fehlt der Mittelfeldspieler doch wegen einer Knieverletzung. Auch Sabitzer ist angeschlagen und könnte ausfallen. Die von Julian Nagelsmann gecoachten Bullen waren in ihren ersten vier Jahren im Oberhaus drei Mal unter den Top 3 und dürfen deshalb - auch als Champions-League-Halbfinalist berechtigt - mit der Premiere ganz oben spekulieren.

Einmal mehr mit Außenseiterchancen geht Borussia Mönchengladbach ins Rennen. Coach Marco Rose hat mit dem an einem Muskelbündelriss laborierenden Valentino Lazaro und dem nach einem glücklosen Leipzig-Engagement neu verpflichteten Hannes Wolf zwei hoffnungsvolle ÖFB-Leihgaben dazubekommen. Stefan Lainer ist beim Vorsaison-Vierten rechts in der Abwehr ohnehin gesetzt.

Bayer Leverkusen hat als Fünfter einen Champions-League-Platz nur knapp verpasst und will auch diesmal - mit ÖFB-Teamkapitän Julian Baumgartlinger und Aleksandar Dragovic - vorn mitmischen. Neuerlich international vertreten sein möchte auch 1899 Hoffenheim, bei dem Neo-ÖFB-Teamspieler Christoph Baumgartner seine starken Leistungen zu bestätigen versucht. Auch Florian Grillitsch und Stefan Posch haben ein gutes Standing im Team. Die Europacup-Plätze sind wieder das Ziel des VfL Wolfsburg. Coach Oliver Glasner hofft darauf, dass es nach Rang sieben in seiner ersten Saison noch ein bisschen nach vorn geht. Xaver Schlager hat seinen Stammplatz sicher. Adi Hütter steht schon vor seiner dritten Saison als Frankfurt-Trainer. Unter dem Vorarlberger gab es die Plätze sieben und neun. Dies ist wohl erneut eine realistische Zielsetzung für Martin Hinteregger, Stefan Ilsanker und den aus der Jugend beförderten 19-jährigen Mittelfeldspieler Lukas Fahrnberger.

Insgesamt 32 ÖFB-Legionäre sind in der deutschen Fußball-Bundesliga tätig, damit stellt Österreich wie schon im Vorjahr das größte Kontingent an Legionären.

Quelle: SN

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