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Ralf Rangnick hört als Sportchef bei RB Leipzig auf

Überraschende personelle Wende beim deutschen Red-Bull-Ableger: Ralf Rangnick beendet seine Tätigkeit als Sportchef des Bundesliga-Dritten RB Leipzig. Er übernimmt eine globale Rolle im Fußball-Netzwerk des Getränkekonzerns.

Ralf Rangnick (r.) mit Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff.  SN/GEPA pictures
Ralf Rangnick (r.) mit Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff.

Das gab der Club in einer Pressekonferenz am Dienstag bekannt. Rangnick war in der abgelaufenen Saison gleichzeitig auch Trainer bei RB Leipzig gewesen und macht dem neuen Coach Julian Nagelsmann Platz. Als Sportdirektor wird künftig Markus Krösche fungieren, der vom Zweitligisten Paderborn kommt.

Rangnick wird als "Head of Sport and Development Soccer" Synergien zwischen den Standorten in Leipzig, New York und Brasilien weiterentwickeln. Das betreffe unter anderem Scouting, Training und Kaderplanung, erklärte Rangnick. Sein Wohnsitz bleibe weiter Leipzig. "Die Aufgabe ist extrem reizvoll, ich freue mich sehr darauf", sagte der 60-Jährige. Die New York Red Bulls sind in der Major League Soccer engagiert, zum Kader gehören der österreichische Ex-Teamspieler Daniel Royer und der frühere Salzburg-Mittelfeldspieler Marc Rzatkowski. In Brasilien hat Red Bull erst vor kurzem einen Zweitliga-Club gekauft, der die bestehende Akademie ergänzt. RB Brasil wird Ende Juni/Anfang Juli zu einem Trainingslager nach Salzburg kommen.

Bei dieser Gelegenheit wird Rangnick auch nach Liefering kommen. Sonst ist Red Bull Salzburg von dem Jobwechsel aber nicht betroffen, wie Rangnick auch am Dienstag noch einmal unterstrich: "Salzburg ist autark und ein selbstständiger Verein." Auf Grund der Vorgaben des europäischen Fußballverbands UEFA sind personelle Überschneidungen und maßgeblicher gemeinsamer Einfluss auf mehrere Clubs untersagt. Der Red-Bull-Konzern fungiert daher in Österreich nicht mehr als Clubbesitzer, sondern als Sponsor. Dennoch hielt sich hartnäckig das Gerücht, Rangnick nehme weiter Einfluss bei Salzburg, wo er von 2012 bis 2015 Sportdirektor war. Zuletzt wechselten Amadou Haidara und Hannes Wolf von Österreichs Serienmeister nach Leipzig.

Eine engere Kooperation, die unter anderem Scouting betrifft, hat RB Leipzig mit Paderborn ins Auge gefasst.

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