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RB Leipzig nach 2:1-Sieg über Paris "wieder voll im Rennen"

Eine Woche nach dem 0:5-Debakel bei Englands Rekordmeister Manchester United hat sich RB Leipzig mit einem 2:1-Heimsieg über Vorsaison-Finalist Paris St. Germain in der Fußball-Champions-League zurückgemeldet. "Damit sind wir nach drei Spielen trotz der sehr starken Konkurrenz in der Gruppe wieder voll im Rennen", lautete der zufriedene Kommentar von Tormann Peter Gulacsi, der mit einem parierten Elfer einen frühen 0:2-Rückstand verhindert hatte (16.).

Sabitzer konnte mit Manchester-Debakel abschlie§en SN/APA (AFP/Archiv)/RONNY HARTMANN
Sabitzer konnte mit Manchester-Debakel abschlie§en

Vor allem für seinen Teamkollegen Dayot Upamecano, der wie der ungarische Schlussmann ebenfalls zuvor für den Schwesterclub Red Bull Salzburg gespielt hatte, war die erste Viertelstunde der Partie zum Vergessen. Zunächst "bediente" der 22-jährige Verteidiger ungewollt PSG-Stürmer Moise Kean und leitete mit diesem kapitalen Schnitzer das 0:1 durch Angel Di Maria (6.) ein. Und dann beging er auch noch das Handspiel, das zum von Di Maria vergebenen Strafstoß führte.

"Wenn man den schlechtesten Start erwischt, den man sich vorstellen kann, dann ist das auf so einem Niveau, gegen so einen Gegner, schwierig. Wir haben dann Moral gezeigt und Kontrolle übernommen. Und ich würde schon sagen, dass wir verdient gewonnen haben", meinte Österreichs Teamspieler Marcel Sabitzer, der bis zur 90. Minute für die "Roten Bullen" im Einsatz war, im DAZN-Interview 78 Tage nach dem mit 0:3 klar verlorenen Champions-League-Halbfinale gegen die Pariser.

Im Gegensatz zum Debakel in Manchester durfte der Leipzig-Kapitän diesmal mit seiner Leistung zufrieden sein. "Genau vor einer Woche hatte ich das wahrscheinlich schlechteste Spiel meiner Karriere. Da tut es gut, wenn man wieder ein gutes Gefühl auf dem Platz hat. Ich habe das Manchester-Spiel abgeschüttelt, wollte vorangehen als Kapitän. Und ich denke, das ist mir ganz gut gelungen", gab Sabitzer zu Protokoll.

"Der Sieg war ein bedeutender Schritt für uns", sagte indes sein Trainer Julian Nagelsmann mit Blick auf die enge Gruppe H, in der Leipzig nun nach dem zweiten Sieg wieder punktegleich mit Tabellenführer Manchester United ist. In drei Wochen geht es für Sabitzer und Co. mit dem Gastspiel in Paris weiter, wobei Frankreichs Topclub dann wohl wieder mit seinen beiden aktuell noch verletzten Superstars Neymar und Kylian Mbappe auflaufen wird.

"Da kommen bestimmt auch noch einmal ein, zwei Spieler von PSG zurück", glaubt auch Sabitzer. "Wir werden uns gut vorbereiten und fahren mit der Ambition hin, einen Dreier zu holen. Aber dass es in Paris schwierig werden wird, das liegt auf der Hand und ist normal. Wenn wir so spielen wie heute, mit dem Selbstvertrauen, können wir dort auch bestehen", ist der 26-jährige Steirer überzeugt.

PSG-Coach Thomas Tuchel sprach von einer unglücklichen Niederlage. "Wenn man erst den Elfmeter zum 2:0 nicht macht, dann aber mit einem geschenkten Handelfmeter den Siegtreffer bekommt und dann noch eine Rote Karte kassiert, dann sind das zu viele Schlüsselsituationen gegen uns. Das ist auf dem Niveau zu viel", erklärte der Deutsche.

Bei drei Punkten Rückstand auf United und Leipzig zur Halbzeit der Gruppe, sei aber noch nichts verloren. "Es geht um den direkten Vergleich, und da haben wir die Karten in der Hand. Wenn wir den gewinnen, dann sieht die Welt anders aus", weiß Tuchel und hofft auf schnellste Genesung seiner Topstars. "Wir brauchen Spieler zurück, und wir brauchen Zeit, um durchzuschnaufen. Ich bin mir aber sicher, dass wir im Rückspiel bereit sind, das Ding zu drehen."

Quelle: APA

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