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Red Bull Salzburg in der Champions League: "Unbekümmert mit Frechheit auftreten"

Red Bull Salzburg stellt den jüngsten Kader aller Teilnehmer an der Champions League. Trainer Matthias Jaissle fordert mutige Spielweise.

Die Bullen Rasmus Kristensen, Nicolas Seiwald und Junior Adamu (v. l.) wollen auch Sevilla ärgern. SN/GEPA pictures
Die Bullen Rasmus Kristensen, Nicolas Seiwald und Junior Adamu (v. l.) wollen auch Sevilla ärgern.

Die Youngsters von Österreichs Fußballmeister Red Bull Salzburg sind bereit, auch die Champions League zu rocken. Junior Adamu (20 Jahre), Noah Okafor (21), Benjamin Šeško (18) und Nicolas Seiwald (20) flogen am Montag mit breiter Brust nach Sevilla.

Adamu hatte am vergangenen Samstag beim Sieg gegen die WSG Tirol sein zweites Tor in der Bundesliga erzielt. Okafor stellte mit einem sehenswerten Tor und der Vorlage für Šeško zum 3:1 letztendlich die Weichen auf Sieg. Und Seiwald lieferte im siebten Spiel bereits seinen dritten Assist in dieser Saison ab. Vergangene Saison bereitete er in 15 Ligaspielen ein Tor vor. Schon daran ist zu erkennen, dass sich Seiwald vom Toptalent zu einem ganz wichtigen Spieler entwickelt hat.

Schon in den vergangenen Jahren gingen die Bullen mit einem sehr jungen Kader in die Champions League. Dieser ist im Vergleich zu den ersten beiden Teilnahmen an der Königsklasse noch einmal jünger geworden. Im Durchschnitt ist das Team der 28 Spieler 22 Jahre alt. Das ist vor Leipzig, Brügge und Dortmund der jüngste Kader aller Teilnehmer an der Königsklasse des europäischen Fußballs. Und mit 33 Jahren ist Matthias Jaissle der jüngste Trainer aller 32 Mannschaften.

Wie einige Bullenkicker um Seiwald feiert Jaissle sein Debüt in der Champions League. Als "junge Wilde" wollen die Salzburger auch in Sevilla ihren aggressiven Spielstil durchziehen. "Ich hoffe, dass wir unbekümmert und mit einer gewissen Frechheit auf den Platz gehen werden", betonte Jaissle vor dem Abflug nach Sevilla. Er habe an seine Spieler auch bereits appelliert, mutig aufzutreten, mit einem Lächeln in die Partie zu gehen. "Dann sehen wir schon, welches Ergebnis dabei herauskommt." Dass Sevilla der große Gruppenfavorit ist, verdeutlich der Marktwert des gesamten Kaders. Dieser liegt bei Sevilla bei 431 Millionen Euro. Jener von Red Bull Salzburg beträgt nur 152 Millionen Euro.

Aber die Millionen spielen nicht Fußball und daher verspricht Seiwald, dass die Bullen auch agieren wollen: "Es ist das bisher größte Spiel meiner Karriere. Wir sind einmal nicht der Favorit, aber es wird ein super Erlebnis."

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