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Red Bull Salzburg zieht mit viel Selbstvertrauen in das Duell gegen RS Belgrad

Bei Red Bull Salzburg steigt vor dem Hinspiel im Champions-League-Play-off bei Roter Stern Belgrad am Dienstag das Selbstvertrauen. Mit dem 2:0-Heimsieg über Hartberg holte Österreichs Fußballmeister am Samstag den siebenten Sieg im siebenten Saisonspiel und agierte trotz heftiger Rotation souverän. Kräfte wurden geschont und die "Pflicht erfüllt". Einzig die Chancenauswertung war verbesserungswürdig.

Prevljak sorgte für beide Treffer SN/APA/KRUGFOTO
Prevljak sorgte für beide Treffer

"Es war heute viel Arbeit für uns. Wir haben das Spiel klar dominiert, aber den letzten Pass zu oft zu unkonsequent gespielt", merkte etwa Hannes Wolf an. Der 19-Jährige hatte mit beiden Assists für die Tore von Smail Prevljak (49., 59.) freilich großen Anteil am Erfolg, machte mit einer starken Vorstellung auch die vergebenen Großchancen in Skopje vier Tage zuvor vergessen.

Ähnliches passierte Prevljak kurz vor der Pause, als er am Fünfer den Ball nicht im leeren Tor unterbrachte. "Es war nur eine Frage der Zeit, bis das erste Tor fällt", meinte der Bosnier nach seiner ersten Startelf-Partie für Salzburg nach fast zweieinhalb Jahren. Gemeinsam mit fünf anderen "Neuen" verdeutlichte der Heimkehrer aus Mattersburg, auf welches Potenzial Trainer Marco Rose zurückgreifen kann. Der Deutsche wechselte im Vergleich zum 1:0 in Skopje auf sechs Positionen.

"Sie haben über weite Strecken eine ordentliche Leistung gebracht", meinte der Deutsche u.a. zu Debütant und Innenverteidiger Jasper van der Werff und Außenverteidiger Darko Todorovic, der erstmals in der Liga in der Startelf aufschien. "Wir haben einige frische Spieler gebracht, die gezeigt haben, dass sie mitziehen und dass man sich auf sie verlassen kann. Denn das Reservoir an Spielern ist enorm groß", bestätigte Andreas Ulmer. Passend, dass der Serienchampion kurz vor Spielbeginn die Winter-Verpflichtung des 18-jährigen norwegischen Sturmtalents Erling Braut Haland bekanntgab. Rose: "Er weiß, wo das Tor steht, und passt in unser Beuteschema."

Rose erlaubte sich aber auch eine "kleine Kritik", wie er sagte. "Ein verdienter Sieg meiner Mannschaft. In der ersten Hälfte hat sie ordentlich gespielt, war aber im letzten Drittel nicht so konsequent. Das schnelle Tor in der zweiten Hälfte hat uns geholfen", betonte der 41-Jährige. "Aber auch da haben wir Situationen gehabt, wo nicht sauber zu Ende gespielt wurde, kleine Fehler gemacht wurden."

Ähnlich sah es Tormann Cican Stankovic, den Rose eigenen Angaben nach auch für das Spiel in Belgrad vorgesehen hat. "In der ersten Hälfte hätten wir mehr Tore machen müssen aufgrund der Vielzahl an Chancen", meinte der 25-Jährige, der in sechs Saisonspielen erst ein Tor kassiert hat: beim 3:1 gegen den LASK aus einem Elfmeter. Zlatko Junuzovic, der nach seiner CL-Quali-Sperre zurückkehrte, stieß ins selbe Horn: "Es hätten heute mehr Tore sein können, ja sogar sein müssen. Wir haben heute ganz einfach die Pflicht erfüllt."

Hartberg erwies sich zumindest als unangenehmer Gegner. "Wir wollten so lange wie möglich mithalten, das ist uns auch gelungen", meinte Stürmer Dario Tadic. Nach dem ersten Gegentor sei es "aber verdammt schwer" geworden, man könne jedenfalls "erhobenen Hauptes nach Hause fahren". Trainer Markus Schopp, einst erster Salzburg-Kapitän der Red-Bull-Ära, hält weiter bei drei Punkten: "Wir haben mutig begonnen, aufgrund der Qualität der Salzburger haben wir nicht mehr so konsequent agiert. Salzburg hat verdient gewonnen."

Quelle: APA

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