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Salzburg hofft gegen Lok auf CL-Initialzündung wie 2019

Es war der 17. September 2019, vom neuartigen Coronavirus war noch nicht die Rede. 29.000 Zuschauer bejubelten ein 6:2 von Red Bull Salzburg gegen Genk, schon zur Pause stand es 5:1. Es war so etwas wie eine Initialzündung, Salzburg war in der Fußball-Champions-League angekommen. Am Mittwoch (18.55 Uhr/live Sky) gegen Lok Moskau hoffen die Bullen, in ihrer zweiten Saison in der Königsklasse gegen einen neuerlich schlagbaren Gegner einen ähnlich starken Auftakt hinzulegen.

Salzburg will in der CL an die Erfolge vom Vorjahr anknüpfen SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Salzburg will in der CL an die Erfolge vom Vorjahr anknüpfen

"Es wäre unser großes Ziel, da mit einem Sieg reinzustarten", sagte Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund. Die Situation sei mit dem vergangenen Jahr zu vergleichen. "Auch da haben wir das erste Spiel ein Heimspiel gehabt gegen einen Gegner, der eigentlich in unserer Kragenweite liegen sollte." Die weiteren Kontrahenten in Gruppe A sind mit Atletico Madrid und Titelverteidiger Bayern München andere Kaliber. Mit dem Selbstvertrauen des Auftaktsieges gegen Genk hatten die Salzburger aber schon 2019 gegen den damaligen CL-Sieger Liverpool und SSC Napoli aufgezeigt.

"Unter normalen Umständen sind Atletico und Bayern stärker, da brauchen wir gar nicht reden", meinte Freund in einem clubeigenen Podcast. "Aber man weiß nie, was im Fußball passiert. Wir werden uns nicht verstecken. Ich glaube auch dran, dass wir eine Überraschung schaffen können." Im Vorjahr spielten die Bullen bis zum letzten Gruppenspiel gegen Liverpool um den Aufstieg mit, ehe sie als Gruppendritte in die Europa League umstiegen. Freund: "Wir haben letztes Jahr gesehen, was möglich ist gegen große Gegner."

Zudem blieb das Team von Trainer Jesse Marsch über den Sommer - mit Ausnahme des Abganges von Stürmer Hwang Hee-chan zu RB Leipzig - fast unverändert. National sind die Salzburger selten ernsthaft gefordert. In der 2. Runde des ÖFB-Cups gab es am Samstag einen glanzlosen 3:0-Auswärtssieg beim Ligarivalen SKN St. Pölten. Lok gewann in der russischen Meisterschaft gegen Ufa mit 1:0.

In der Liga stets Favorit, würden die Bullen in der Champions League "ohne großen Druck drauflosspielen" können, meinte Freund. Den größten gibt es vielleicht sogar gegen Lok, denn die Salzburger wissen um ihre Chance. "Wir wissen aber auch, dass Lok Moskau eine sehr, sehr gute Mannschaft ist. Da ist sicher alles drinnen", betonte Freund. Bei einem Sieg würde eine Woche später ein "richtig cooles Auswärtsspiel" in Madrid warten - ähnlich jenem im Vorjahr in Liverpool, als man den damaligen Titelträger nach 0:3-Rückstand, einer viel beachteten Pausenansprache von Marsch und dem folgenden Ausgleich an den Rand eines Punkteverlustes gebracht hatte (3:4).

Obwohl diesmal wegen der Corona-Bestimmungen nur 3.000 Zuschauer erlaubt sind, will man wie im Vorjahr gegen Genk aus dem Auftakt Kraft schöpfen. "Das ist schon ein bisschen zu vergleichen, auch wenn jetzt die Abstände zwischen den Spielen noch kürzer sind", erklärte Freund. Sechs Tage nach dem Heimspiel gegen Lok geht es bereits auswärts gegen Atletico, am 3. November dann daheim gegen die Bayern. Freund: "Wir haben jetzt drei Spiele hintereinander in der Champions League, es geht Schlag auf Schlag. Es wird sehr, sehr wichtig sein, dass wir gut in die Gruppe starten."

Quelle: APA

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