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Salzburgs CL-Quali-Trauma für Freund "kein Thema" mehr

Wieder einmal nimmt Österreichs Aushängeschild Salzburg Anlauf auf die Gruppenphase der Fußball-Champions-League. Im Vorjahr fix qualifiziert, muss man es diesmal wieder "auf die harte Tour" in die Königsklasse schaffen - ein Weg, der in den bisherigen elf Versuchen stets vorzeitig endete. Angst hat man aber keine. "Das ist überhaupt kein Thema", versicherte Sportdirektor Christoph Freund.

Freund will vom Fluch nichts wissen SN/APA/BARBARA GINDL
Freund will vom Fluch nichts wissen

Zweimal scheiterte man dabei an israelischen Teams, 2009 wurde Maccabi Haifa, 2010 Hapoel Tel Aviv zum Stolperstein. Am Dienstag (21.00 Uhr) ist es wieder soweit, wartet Maccabi Tel Aviv im Auswärtshinspiel. Freund macht sich keine Sorgen, dass die Schatten der Vergangenheit über seinen im Sommer fast unveränderten Team liegen.

"Die letzten Jahre waren wir international extrem erfolgreich, das hat sich immer wieder auch wie die Champions League angefühlt, etwa gegen Dortmund", betonte Freund im APA-Gespräch die viele Erfahrung, die man in 54 Europacupspielen allein in den jüngsten vier Saisonen gesammelt hat. "Der Zeitpunkt (des Ausscheidens, Anm.) war natürlich immer wieder bitter, aber die Champions League letzte Saison hat für vieles entschädigt. Wir haben so viel positive Energie gespürt."

Dass sich der Kader im Vergleich zur Vorsaison mit der Ausnahme von Hwang Hee-chan fast unverändert präsentiert, sei "grundsätzlich eine sehr positive Ausgangssituation, aber das garantiert dir nicht den Erfolg", erklärte Freund und verwies auf den vergangenen Winter. "Da haben wir auch ein richtig gutes Gefühl gehabt und dann kurzzeitig ein blaues Wunder erlebt. Und im vergangenen Sommer hatten wir sehr viele Veränderungen und haben einen starken Herbst gespielt. Wir dürfen jedenfalls nicht glauben, dass das ein Selbstläufer wird."

An der Personalsituation werde sich so oder so nicht viel ändern, auch wenn das Transferfenster noch bis 5. Oktober geöffnet ist und auch, wenn der Einzug in die Königsklasse gelingt. "Wir haben schon vor Wochen gesagt, dass wir mit dem Kader sowohl qualitativ als auch quantitativ sehr zufrieden sind", bestätigte Freund.

Der Marktwert des israelischen Gegners ist laut transfermarkt.at mit rund 18 Millionen Euro fast achtmal so klein wie jener der Salzburger, Maccabi sei aber keineswegs zu unterschätzen, befand Freund. Die Truppe des griechischen Trainers Georgios Donis war zuletzt zweimal in Folge Meister, mit Itay Shechter steht auch jener Mann im Kader, der mit einem Treffer 2010 maßgeblichen Anteil an der Eliminierung der "Bullen" durch Hapoel Tel Aviv hatte. In die neue Saison der israelischen Liga startete man allerdings nur mit einem Punkt aus zwei Partien, in der CL-Quali setzte man sich gegen den FC Riga, Suduva Marijampole und Dinamo Brest durch.

"Sie haben eine sehr gute letzte Saison gespielt, haben clevere, erfahrene Spieler, auch wenn sie nicht so bekannt sind. Das wird nicht einfach", sagte Freund. "Es liegt an uns, wie wir die Spiele bestreiten. Ich bin überzeugt, dass wir viel Power und viel Speed und die besseren Spieler haben, und wenn wir unser Potenzial abrufen, dann können wir das schaffen."

Dass die Partie tatsächlich in Israel über die Bühne geht, wo aktuell wieder ein Corona-Lockdown gilt, hat nicht nur bei Trainer Jesse Marsch ("Ich möchte nicht in Israel spielen") für Kopfschütteln gesorgt. "Ich kann es auch nicht ganz verstehen, das ist schon ein bisschen seltsam", meinte Freund dazu. Die UEFA habe aber versichert, die nötigen Maßnahmen zu treffen. So nahm etwa am Samstag ein vom Kontinentalverband beauftragtes Institut in Salzburg die Corona-Tests der "Bullen"-Delegation, die rund 45 Personen umfassen wird. "Es wird wohl etwas eigenartig sein, dort zu spielen. Aber es ist nicht mehr zu ändern, wir wollen keine Energien darauf verschwenden, sondern uns voll auf den Fußball konzentrieren."

Quelle: APA

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