Causa Dabbur: Reisende soll man nicht aufhalten

Autorenbild
Standpunkt Michael Unverdorben

Munas Dabbur ist nicht der erste Fußballprofi, der seinen Abschied ankündigte, bevor er überhaupt mit seinem Arbeitgeber gesprochen hat. Viele andere vor ihm haben schon gezeigt, dass man einen Transfer auch erzwingen kann. Trotz langfristiger Verträge, die im Fußball nicht einmal mehr das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben stehen.

Dabbur will plötzlich weg aus Salzburg. Und Salzburg will einen motivierten Stürmer, der auf dem Platz sein letztes Hemd gibt und Tore am laufenden Band erzielt. Was also tun?

Die Vergangenheit bei den Bullen hat gezeigt, dass man Reisende nicht aufhalten soll. Im Fall von Sadio Mané, inzwischen 75 Millionen Euro teurer Liverpool-Star, kam es vor fünf Jahren nach einem Trainingsstreik vor dem Rückspiel gegen Malmö sogar zum Eklat. Empathische Trainer wie Marco Rose wissen: Nur wer eine intakte Mannschaft zur Verfügung hat, wird am Ende des Tages auch Erfolg haben. Insofern ist der Transfer-Deal zwischen dem abwanderungswilligen Munas Dabbur und dem lösungsorientierten FC Red Bull Salzburg sicher die beste Entscheidung gewesen.

Mehr zum Thema

Aufgerufen am 19.10.2019 um 04:02 auf https://www.sn.at/sport/fussball/international/standpunkt-causa-dabbur-reisende-soll-man-nicht-aufhalten-64195987

Schlagzeilen