Ein Warnschuss zur rechten Zeit

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Standpunkt Gerhard Öhlinger

Nun ist es also doch passiert. Unschlagbar, unantastbar und selbstbewusst - so hatte sich Red Bull Salzburg im Herbst präsentiert und so 31 Spiele lang nicht verloren. Ob Bundesliga, Cup oder im internationalen Bewerb - das Team hat immer die Spur gehalten. Auch bei der Aufgabe in Brügge war zu Beginn die Entschlossenheit zu sehen. Auch diverse Ärgernisse im Vorfeld wie eine Flugumleitung oder die fehlende Möglichkeit, das Abschlusstraining im Stadion absolvieren zu können, haben Andreas Ulmer und Co. gelassen weggesteckt.

Selbst der "Kaltstart" aus der Winterpause schien eher ein Vorteil zu sein. Brügge hatte sich in den letzten Wochen in eine ernste Krise manövriert. Die Punkte blieben aus, der Trainer war angeschlagen. Doch in der zweiten Halbzeit wurde wieder einmal bewiesen, dass ein Gegner mit dem Rücken zur Wand gefährlich werden kann. Nun wird auch klar, warum Marco Rose immer gewarnt hat, die Konzentration hoch zu halten und die Zügel nicht schleifen zu lassen. Wer auf diesem Niveau nur kurz nicht aufpasst, wird bestraft. Besinnen sich die Salzburger ihrer Tugenden, dann war diese Niederlage ein Warnschuss zur rechten Zeit.

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