Marko Arnautovic hat sein Potenzial nicht genutzt

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Standpunkt Gerhard Öhlinger

Vor zehn Jahren sagte der damalige U21-Nationaltrainer Andreas Herzog seinem größten Talent eine strahlende Zukunft voraus: "Es gab einen Krankl, einen Herzog, einen Polster, einen Prohaska, aber Arnautovic stellt sie alle in den Schatten." Nachsatz: "...wenn er sein Potenzial abruft."

Auch wenn er sich fürs ÖFB-Team weiter zerreißen und dafür künftig um die halbe Welt reisen wird: Wer mit 30 Jahren ins Frührentner-Paradies für Kicker abbiegt, hat sein Potenzial nicht abgerufen. Bei so viel Talent hätte mehr herauskommen müssen als fünf Champions-League-Einsätze (2010/2011 mit Bremen).

Bei Inter Mailands Titel in der Königsklassen-Saison 2009/2010 nur Ersatzspieler, im ganz großen Clubfußball nur als Transfergerücht dabei - das ist unterm Strich eine zutiefst österreichische Karriere mit viel "hätte" und "wäre".

Finanziell hat Arnautovic sein Potenzial sehr wohl abgerufen. Es sei ihm und seiner Familie gegönnt, aber es ist schade, dass seinen Beratern die eigene Pensionsvorsorge wichtiger war als sportliche Aspekte.

Aufgerufen am 24.08.2019 um 10:13 auf https://www.sn.at/sport/fussball/international/standpunkt-marko-arnautovic-hat-sein-potenzial-nicht-genutzt-73155211

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