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Szoboszlai hält den Bullen die Treue

Nach dem 2:2 gegen Liverpool verkündete der Ungar, dass er vorerst weiter bei Red Bull Salzburg bleiben wird.

Dominik Szoboszlai. SN/GEPA pictures/ Jasmin Walter
Dominik Szoboszlai.

Nach einer halben Stunde war der Arbeitstag von Dominik Szoboszlai gegen Liverpool schon vorbei. Die Adduktorenprobleme, die ihn in den letzten Tagen geplagt haben, sind überwunden. Wichtiger war aber seine Botschaft nach dem Spiel: "Ich habe zwar zuletzt Gespräche mit anderen Vereinen geführt. Aber ich habe mich entschlossen, in Salzburg zu bleiben." Das Bekenntnis zu den Bullen gilt zumindest bis zum Winter, der Ungar sagte: "Ich will die Reise in der Champions League noch einmal mitmachen."

Trainer Jesse Marsch freute die Zusage, er deutete aber auch an, dass es dann Abschiednehmen von dem in ganz Europa begehrten Szoboszlai heißen dürfte: "Bei ihm geht es von Transferfenster zu Transferfenster. Ich bin froh, dass wir ihn für die nächsten sechs Monate weiter bei uns haben."

Mit der Leistung seines Teams war Marsch überaus zufrieden: "Speziell am Anfang war das sehr gut von uns. Nachdem wir schon zwei Mal gegen Liverpool gespielt haben, wissen wir jetzt, welches Niveau wir gegen so einen Gegner brauchen." Nach dem vermurksten Test gegen Ajax (1:4) sei wichtig gewesen, Fortschritte sichtbar zu machen.

Sein Gegenüber Jürgen Klopp hatte eine Erklärung für die magere Darbietung seiner Elf: "Wir wussten, dass wir nicht frisch sind. Wir haben Tag elf unseres Trainingslagers, und wir haben richtig intensiv gearbeitet. Dann haben wir Salzburg in die Karten gespielt und ihnen die Tore geschenkt. Sie haben Bälle gewonnen, die hätte sogar ich erobert. Sie haben das aber auch richtig gut gemacht. Ich bin aber ganz froh, dass wir ein schwieriges Spiel hatten."
Angesprochen auf ein mögliches Wiedersehen in der Champions League sagte Klopp: "Um sie mir zu wünschen, sind sie mir zu gut."

Etwas lange Gesichter gab es im ersten Moment nach dem Schlusspfiff bei den Salzburgern. Schließlich hätten sich die Kicker des österreichischen Serienmeisters gern für ihre tolle Leistung mit einem Sieg belohnt. Nur Patson Daka hatte rasch wieder ein Lächeln im Gesicht. "Ich habe meinen Job gemacht, und der ist es, Tore zu schießen", sagte der Sambier über seinen Doppelpack. Er sah das Match als idealen Probelauf: "Wir sind bereit für die Saison. Es war ein guter Test und ein sehr intensives Spiel. Das Unentschieden ist unterm Strich ein gerechtes Resultat. Es ist ein Privileg, gegen solche Teams antreten zu dürfen."

Verteidiger André Ramalho hob ebenfalls das Positive hervor: "Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, dass wir es besser machen wollten als zuletzt gegen Ajax Amsterdam. Die ganze Mannschaft ist kompakt gestanden und war bissig. Wir wollten unbedingt gewinnen. Wir haben uns in allen Bereichen verbessert und gegen eine echte Spitzenmannschaft hervorragend Pressing gespielt und gut nach vorn verteidigt. Das ist unsere Mentalität, so müssen wir weitermachen."

Sadio Mané, der Ex-Salzburger in den Reihen von Liverpool, zeigte sich beeindruckt: "Es war ein sehr interessantes Spiel für uns. Salzburg hat es uns nicht leicht gemacht. Sie pressen früh und bereiten dem Gegner so viele Probleme. Wir sind froh, dass am Ende zumindest ein Unentschieden für uns herausgeschaut hat."

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