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Tragödien und Wunder: Es war nicht das erste Drama auf dem Fußballplatz

Der Zusammenbruch von Christian Eriksen im EM-Spiel Dänemark gegen Finnland ist nicht der erste derartige Zwischenfall bei einem Profifußballspiel. Immer wieder gab es Fußballer, die auf dem Platz kollabierten - oft auch vor laufenden TV-Kameras.

Gedenken an Marc-Vivien Foé, der 2003 auf dem Platz starb. SN/gepa
Gedenken an Marc-Vivien Foé, der 2003 auf dem Platz starb.

Tragödien und Wunder: Im Profifußball passiert es immer wieder, dass Spieler auf dem Platz zusammenbrechen. In manchen Fällen war jede Hilfe vergebens.

Marc-Vivien Foé

Im Halbfinale des Confederations Cups 2003 in Frankreich spielte Kamerun gegen Kolumbien. In der 73. Spielminute bracht Kameruns Marc-Vivien Foé wegen eines Herzversagens zusammen. Obwohl Ärzte eine Stunde lang versuchten, sein Leben zu retten, konnte in einem Krankenhaus in Lyon nur noch der Tod festgestellt werden.

Miklos Feher

Der bei Benfica Lissabon spielende Stürmer aus Ungarn erlitt in einem Spiel gegen Guimaraes einen Herzinfarkt - unmittelbar nachdem er eine gelbe Karte erhalten hatte. Feher starb mit nur 24 Jahren.

Phil O'Donell

Der 35-jährige Kapitän von Motherwell (SCO) wurde gerade ausgewechselt, als im Dezember 2007 zusammenbrach. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Sein Neffe stand in dem Spiel ebenfalls auf dem Platz.

Antonio Puerta

Mit nur 22 Jahren starb der Spieler des FC Sevilla 2007 nach einem Zusammenbruch in einem Ligaspiel. Besonders tragisch: Er hatte zunächst noch selbstständig den Platz verlassen können, erlitt aber in der Kabine einen Herz-Kreislaufstillstand.

Lutz Pfannenstiel

Ein Happy-End erlebte der bayerische Torhüter, der vor allem berühmt wurde, weil er für 25 verschiedene Clubs auf allen Kontinenten als Profi gespielt hat. In England war er für Drittligist Bradford aktiv, als er in einem Boxing-Day-Spiel (26. Dezember) 2002 das Knie eines Gegenspielers in den Oberkörper gerammt bekam. Pfannenstiel war drei Mal klinisch tot, erholte sich aber wieder und setzte seine bemerkenswerte Karriere fort.

Fabrice Muamba

In einem FA-Cup-Spiel 2012 gegen Tottenham kollabierte Fabrice Muamba von den Bolton Wanderers. Er wurde mit Hilfe eines Defibrillators wiederbelebt. Der vormalige englische Nachwuchsteamspieler wurde einen Monat später aus dem Krankenhaus entlassen, Ärzte sprachen von einem medizinischen Wunder. Muamba beendete nach dem Vorfall seine Karriere.

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