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Tschechischer Profi Sural starb nach Busunglück in Türkei

Der tschechische Fußball-Nationalspieler Josef Sural (28) ist bei einem Busunfall in der Türkei ums Leben gekommen. Der türkische Erstligist Alanyaspor teilte Montagfrüh auf Twitter mit, dass Sural seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus erlegen sei.

Sural kam in der Türkei am Rückweg von einem Auswärtsspiel ums Leben SN/APA (AFP)/PHILIPP GUELLAND
Sural kam in der Türkei am Rückweg von einem Auswärtsspiel ums Leben

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu und die Nachrichtenagentur DHA meldeten, dass insgesamt sieben Spieler auf dem Rückweg von einem Auswärtsspiel im zentraltürkischen Kayseri (1:1) ins südtürkische Alanya gewesen seien, als ihr Minibus von der Straße abkam. DHA zufolge stürzte er in einen Wassergraben. Dabei sei Sural aus dem Bus geschleudert worden.

Wie es zu dem Unfall kam, ist noch nicht abschließend geklärt. Ersten Angaben zufolge soll der Fahrer eingeschlafen sein. Wieso die Spieler in einem offenbar selbst gemieteten Minibus allein unterwegs waren statt im Mannschaftsbus, blieb zunächst unklar.

Den Mannschaftsarzt von Alanya, Ismail Yetkin, sagte laut Anadolu, dass Sural mehrere schwere Brüche erlitten habe, unter anderem Wirbel- und Rippenbrüche sowie Frakturen in den Beinen. Die anderen Spieler - Steven Caulker, Djalma Campos, Wanderson Baiano, Papiss Demba Cisse, Isaac Sackey und Welinton Souza - seien leichter verletzt worden. DHA berichtete, Sackey habe sich den rechten Arm gebrochen, Souza einen Finger und Caulker habe Schürfwunden erlitten. Auch die übrigen Spieler seien im Krankenhaus behandelt worden. Sural sei nach einer Operation gestorben.

Der türkische Fußballbund teilte mit, dass vor allen Profi-Ligaspielen zwischen dem 29. April und dem 6. Mai eine Schweigeminute eingelegt werden solle. Außenminister Mevlüt Cavusoglu und Sportminister Mehmet Kasapoglu twitterten Beileidsbekundungen. Trauerbotschaften kamen auch von anderen türkischen Erstligisten wie den Vereinen Galatasaray, Fenerbahce und Besiktas.

Sural war erst im Jänner von Sparta Prag zu Alanyaspor gewechselt. Er absolvierte 20 Länderspiele für die tschechische Nationalmannschaft. In seiner Ligazeit bei Sparta Prag, Slovan Liberec und Zbrojovka Brünn erzielte er in 217 Begegnungen 52 Tore. "Er war ein bescheidener und ehrlicher Kerl", teilte Nationaltrainer Jaroslav Silhavy in Prag mit.

Quelle: Apa/Dpa

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