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Tunesien nach Elferkrimi letzter Afrika-Cup-Viertelfinalist

Tunesien und die Elfenbeinküste haben sich am Montag beim Fußball-Afrika-Cup die letzten Viertelfinaltickets gesichert. Die Tunesier setzten sich zum Abschluss der Bewerbsphase in Ismailia gegen Ghana erst im Elfmeterschießen mit 5:4 durch. Zuvor hatte in Suez die Elfenbeinküste in einer extrem chancenarmen Partie dank eines Treffers von Wilfried Zaha gegen Mali mit 1:0 die Oberhand behalten.

Die Tunesier setzten sich erst im Elfmeterschie§en durch SN/APA (AFP)/GIUSEPPE CACACE
Die Tunesier setzten sich erst im Elfmeterschie§en durch

Die Tunesier blieben in der regulären Spielzeit über weite Strecken vieles schuldig, gingen aber trotzdem in Führung. Taha Khenissi hatte bei einem Lattenkopfball (71.) noch Pech, traf aber zwei Minuten später nach idealer Hereingabe von Wajdi Kechrida aus sieben Metern via Innenstange. Ghana drückte danach auf den Ausgleich, wurde aber erst spät in kurioser Art und Weise belohnt. Der kurz zuvor für Khenissi eingewechselte Rami Bedoui beförderte den Ball nach einem Freistoß von Wakaso Mubarak in Torjägermanier ins eigene Gehäuse (92.).

In der Verlängerung suchten beide Teams die Entscheidung, blieben aber im Abschluss glücklos. Deshalb musste das Elfmeterschießen entscheiden. Da war Tunesiens Tormann Hassen Mouez nicht mehr mit von der Partie, Coach Alain Giresse brachte Farouk Ben Mustapha sehr zum Ärger von Mouez wenige Augenblicke vor Ende ins Spiel.

Diese Personalrochade machte sich schlussendlich aber bezahlt. Der Schlussmann hielt den einzigen Elfmeter und wurde dadurch zum Helden. Tunesien bekommt es im Kampf um den Halbfinaleinzug am Donnerstag mit Madagaskar zu tun. Das Überraschungsteam hatte sich gegen die Demokratische Republik Kongo am Sonntag im Elfmeterschießen mit 4:2 durchgesetzt.

Mali mit den beiden Ex-Salzburgern Diadie Samassekou und dem in der zweiten Hälfte ausgetauschten Amadou Haidara schieden aus, da Zaha, 26-jähriger Stürmer von Crystal Palace, in der 76. Minute nach einem Freistoß am Fünfer an den Ball kam und sich diese Chance nicht entgehen ließ. Nächster Gegner der Ivorer ist am Donnerstag mit Algerien der 3:0-Bezwinger von Guinea.

Die restlichen Viertelfinal-Paarungen lauten am Mittwoch Senegal (1:0 gegen Uganda) gegen Benin (4:1 i.E. gegen Marokko) sowie Nigeria (3:2 gegen Kamerun) gegen Südafrika (1:0 gegen Ägypten).

Quelle: APA

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