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Umstrittener Europa-League-Endspielort Baku

Kate Allen, die britische Direktorin der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, hat ein treffendes Wort geprägt. Aserbaidschan dürfe durch Fußball-Folklore nicht seine schreckliche Menschenrechtsbilanz "sportwaschen".

Baku ist Vielen als Austragungsort ein Dorn im Auge SN/APA (AFP)/YURI KADOBNOV
Baku ist Vielen als Austragungsort ein Dorn im Auge

Was sie meint: Immer wieder richtet die Hauptstadt Baku sportliche und kulturelle Großereignisse von internationalem Rang aus oder bewirbt sich energisch dafür. In den Augen vieler sind diese aber PR-Vehikel für den autokratischen Präsidenten Ilham Aliyev.

Die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" berichtet in ihrem Report für 2019 unter anderem von systematischer Folter. In der aktuellen "Rangliste der Pressefreiheit" der Organisation "Reporter ohne Grenzen" belegt Aserbaidschan unter 180 Ländern Rang 166.

Ausgerichtet hat die Zwei-Millionen-Stadt am Kaspischen Meer zum Beispiel 2012 den Eurovision Song Contest und 2015 die Premiere der Europaspiele. Seit 2016 gastiert die Formel 1 in Baku, am Mittwoch findet das Finale der Europa League zwischen Chelsea und Arsenal statt. Auch bei der EM 2020 ist Baku Spielort. Erfolglos waren dagegen die Bewerbungen für die Expo 2025 und die Olympischen und Paralympischen Spiele 2016 und 2020.

Quelle: Apa/Dpa

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