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Red-Bull-Trainer Rose gibt Gas: "Meine Jungs brennen und marschieren"

Ohne Zurückhaltung will Red Bull Salzburg ins Europa-League Rückspiel gegen den FC Brügge gehen und nach dem 1:2 vom Hinspiel den Aufstieg ins Achtelfinale fixieren.

Salzburg-Trainer Marco Rose ist guter Dinge SN/APA (AFP)/JOHN THYS
Salzburg-Trainer Marco Rose ist guter Dinge

Geht die Europa-Tour von Fußballmeister Red Bull Salzburg weiter? Gleich beim ersten Heimspiel im neuen Jahr ist das Team von Trainer Marco Rose voll gefordert, wenn am Donnerstag (18.55 Uhr, live auf DAZN) der FC Brügge im Europa League-Sechzehntelfinale gastiert. Mit einem temporeichen Sturmlauf nach der Pause hat Belgiens Meister im Hinspiel in der Vorwoche mit 2:1 gewonnen und den Salzburgern die erste Saisonniederlage beschert. Das Auswärtstor, das Zlatko Junuzovic erzielte, könnte sich in der Endabrechnung als wertvoll erweisen.

Rose freut sich auf das Wiedersehen mit Brügge unter neuen Vorzeichen: "Das Spiel hat es in sich, für uns muss ein Sieg her. Es wird ein K.o.-Duell auf hohem Niveau. Wir haben alle Chancen, vor einem fast vollen Haus mit viel Energie die Partie für uns zu entscheiden."

Es gebe auch gar keinen anderen Gedanken, als die nächste Runde zu erreichen. Schon ein einziges Tor könnte zum Aufstieg ins Achtelfinale (Termine: 7. und 14. März) reichen. Im Grunde hat Red Bull Salzburg keine Eile und 90 Minuten Zeit, um den notwendigen Treffer zu erzielen. Von Abwarten oder Herantasten ans Match hält der Coach aber gar nichts: "Ich gehe davon aus, dass meine Jungs richtig marschieren werden. Jeder weiß, wie wir spielen: Auf das Gaspedal drücken, aber schon auch intensiv gegen den Ball arbeiten."

Blindes Anlaufen könnte fatal enden, dessen ist sich Rose bewusst: "Wichtig wird sein, kein Gegentor zu erhalten. Da müssen wir schon aufpassen." Vor eigenem Publikum war Brügge im Hinspiel plötzlich zu neuem Leben erwacht. Nach einem bis dahin durchwachsenen Start ins neue Jahr war die Rückkehr auf die internationale Bühne für den Champions-League-Teilnehmer vom Herbst eine Art Weckruf gewesen: Die körperlich robusten und schnellen Spieler wie Wesley, Krépin Diatté oder Ruud Vormer konnten die Bullen in deren Hälfte mächtig unter Druck setzen.

"An guten Tagen haben wir aber auch Wucht und Zweikampfstärke", betont Rose. Rund 25.000 Zuschauer im eigenen Stadion können zusätzlich Kräfte freisetzen - so wie bei den Glanzauftritten vor einem Jahr gegen Real Sociedad, Borussia Dortmund, Lazio Rom und Olympique Marseille. Seit dem Einzug ins Europa-League-Halbfinale wird Österreichs Serienmeister als große Nummer auf europäischer Ebene wahr- und ernstgenommen.

Für die Profis sind die Gala-Abende von 2018 schon abgehakt, vorbei und im Erinnerungsalbum abgelegt. Sie gäben aber auch Gewissheit: "Wir wissen von diesen Spielen her, was wir können. Und die Jungs wissen Bescheid, um was es geht", ist Marco Rose vom besonderen Geist in seinem Team überzeugt. Er kennt die Mannschaft nun seit eineinhalb Jahren und spüre daher das Feuer: "Die Jungs werden brennen, wenn sie auf den Platz rausgehen."

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