Vor 25 Jahren

Austria-Salzburg-Legenden trafen sich zum Jubiläum

1994 unterlag Austria Salzburg nach einer sensationellen Saison im UEFA-Cup erst im Finale knapp gegen Inter Mailand. 25 Jahre danach hat sich ein Großteil der damaligen Akteure in Maria Alm getroffen und in Erinnerungen geschwelgt.

11. Mai 1994: Mit 0:1 hatte das Team von Trainer Otto Baric - so wie zuvor im Heimspiel in Wien - im Rückspiel im Meazza-Stadion gegen Inter das Nachsehen, konnte aber nach einer starken Leistung erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Tausende Fans waren mitgereist und feierten die Mannschaft. In den Monaten zuvor hatten die Erfolge über Sporting Lissabon Eintracht Frankfurt und Karlsruhe eine Salzburg-Manie ausgelöst. Die Spieler wurden wie Popstars gefeiert, ganz Österreich war im Fußballfieber und drückte die Daumen.

Eine enge Kameradschaft hat die Truppe mit vielen echten Salzburgern besonders ausgezeichnet. Und so kamen zum 25. Jahrestag des Finales alle, die Zeit fanden, gerne nach Maria Alm, wo im "Hotel Sepp" und auf der TOM-Hütte von Sepp Schwaiger in Erinnerungen geschwelgt wurde. Neben einstigen Spielern wie Franz Aigner, Hermann Stadler, Peter Artner, Thomas Winklhofer, Martin Amerhauser, Herbert Ilsanker, Christian Fürstaller oder Kurt Garger waren auch Präsident Rudi Quehenberger, Manager Rudi Mirtl und Stadionsprecher Didi Ziesel mit von der Partie. Otto Baric schickte SMS-Grüße aus Kroatien: "Ich bin stolz, Trainer dieser Mannschaft gewesen zu sein."

Organisator Heimo Pfeifenberger ist überzeugt, dass alle Beteiligten aus der großen Zeit viel für ihr weiteres Leben mitgenommen haben: "Wir haben von Otto Baric und Rudi Quehenberger immer gesagt bekommen: ,Ihr seid genau so stark wie die anderen.' Keine Angst vor großen Namen zu haben, hat mir auch später immer geholfen."

Quehenberger sagte: "Es ist uns damals gelungen, das ganze Land zu begeistern. Der Slogan ,Salzburg für Österreich' hat so viele Menschen bewegt, dass wir sogar jeweils 200.000 Karten für die Heimspiele verkaufen hätten können." Zufrieden stellte der Unternehmer fest: "Alle Spieler von damals sind etwas geworden. Der Christian Fürstaller ist heute sogar so etwas wie mein Chef."

Noch heute müssen die Helden von einst Autogramme geben, für Selfies posieren und von früher erzählen. Heimo Pfeifenberger ist stolz: "Dass wir noch immer so präsent für viele Menschen sind, ist ein Zeichen, dass da etwas ganz Besonderes passiert ist. Die positive Art von damals sollte man beibehalten, dann macht man vielen Menschen eine Freude." Die Legenden freuten sich beim Treffen auch darüber, einige ihrer Originaltrikot von damals noch einmal in den Händen zu halten. Trikotsammler Michael Niederer, der hunderte Dressen der Austria-Geschichte besitzt, hatte die begehrten Stücke zu dem Treffen mitgebracht.

Wie man einer jüngeren Generation vermittelt, was die Leistungen von damals bedeuten, erklärt Franz Aigner: "Mein damaliger Gegenspieler Dennis Bergkamp ist auf der Playstation bei ,FIFA' als Gold Player eingestuft. Das hat meine Söhne (16 und 18 Jahre) schon beeindruckt, dass ich einmal gegen so einen Weltklassemann gespielt habe."

Aufgerufen am 26.06.2019 um 12:45 auf https://www.sn.at/sport/fussball/international/video-vor-25-jahren-austria-salzburg-legenden-trafen-sich-zum-jubilaeum-70066072

Das violette Fußballwunder 1994

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