Fußball

Kompromisslos und mutig: Salzburg ist wieder reif für Europa

Red Bull Salzburg ist nach einem Jahr Absenz zurück im Fußball-Europacup. Den Auftakt macht heute (21.05 Uhr) das Heimspiel gegen den russischen Millionenclub FK Krasnodar.

Kompromisslos und mutig: Salzburg ist wieder reif für Europa SN/GEPA pictures
Torhüter Alexander Walke ist die Zuverlässigkeit in Person.

Vor einem Jahr gab es lange Gesichter beim Fußballmeister und die Stimmung war auf dem Nullpunkt. Die Bullen hatten nicht nur die Champions League verpasst, sondern waren auch in der Qualifikation zur Europa League gescheitert. Heute, Donnerstag, feiern die Salzburger gegen FK Krasnodar ihr Comeback im Europacup. Der russische Club ist gespickt mit Nationalspielern und wird wie die anderen beiden Gruppengegner schwierig zu bespielen sein. Aber es gibt auch Punkte, die Anlass dazu geben, dass Österreichs Topteam den internationalen Auftritten optimistisch entgegensehen kann.



1.>Der Kader ist in der Breite so stark wie lange nicht>
Salzburg-Trainer Óscar García muss gegen Krasnodar nur Außenverteidiger Christian Schwegler ersetzen. Der Schweizer fällt nach seiner Knieoperation noch zwei Monate aus. Wer den Sprung in den 18er-Kader schafft, wird Óscar García erst heute entscheiden. Trotz der Abgänge von Martin Hinteregger und Bernardo ist Salzburgs Kader in der Breite stark wie lange nicht. Zwar fehlen im Vergleich zu den vergangenen Jahren Fußballkünstler wie Kevin Kampl, Sadio Mané, Alan oder Naby Keïta, dafür fällt auch der "zweite Anzug" kaum ab. Möglichkeiten, den Gegner personell zu überraschen, hat Óscar García also genügend.



2.>Auf Alexander Walke kann sich der Meister verlassen >
Wollen die Salzburger die Gruppenphase gegen diese Spitzenteams überstehen, dann wird Österreichs Meister einen sicheren Rückhalt im Tor benötigen. Und genau dieser ist Alexander Walke seit über einem Jahr. Walke beging in diesem Zeitraum keinen entscheidenden Fehler. Der routinierte Deutsche agiert in der Form seines Lebens. Er wirkt höchst konzentriert und zeigt immer dann seine besten Paraden, wenn es darum geht, einen Vorsprung zu halten oder einen Rückstand zu verhindern.



3.>Unter Óscar García
gewann Salzburg an Reife>
Das Spiel von Red Bull Salzburg wirkt in manchen Phasen passiv, aber das täuscht. Salzburg versucht unter Trainer Óscar García das Spiel zu kontrollieren. So, wie Konrad Laimer und Co. (trotz des Ausscheidens) gegen Dinamo Zagreb aufgetreten sind, muss man im Europacup spielen - kompromisslos, mutig und ohne Schnörkel. International ist es vor allem wichtig, eine reife Spielweise an den Tag zu legen. Óscar García hat es geschafft, dass die Bullen kompakt stehen.


4.>Europa League ist Sorianos Lieblings-Spielwiese>
Salzburg-Kapitän Jonatan Soriano sorgte in den vergangenen Jahren in der Europa League für Aufsehen. In der Saison 2013/14 wurde der Spanier mit acht Toren auch Torschützenkönig des Bewerbs. Insgesamt hält der 30-Jährige nach 36 Spielen in UEFA-Wettbewerben bei bemerkenswerten 24 Toren. Die Formkurve beim Torjäger zeigt vor dem ersten Europa-League-Gruppenspiel auch stark nach oben.



5.> Salzburgs Flügelzange kann Spiele entscheiden>
Mit Wanderson und Valentino Lazaro verfügt Red Bull Salzburg über eine Flügelzange, die in puncto Schnelligkeit auch in der Champions League mithalten könnte. Gelingt es den Bullen, die Sprintstärke dieses Duos ins Spiel zu bringen, dann werden Krasnodar, Schalke und Nizza ihre Not haben.

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