Fußball

KONTRA - die ÖFB-Auswahl braucht jetzt einen neuen Teamchef

Bis zu 1,046 Millionen Zuseher haben im ORF die unglückliche 0:1-Niederlage von Österreichs Fußball-Nationalteam in Wales gesehen. Im Schnitt verfolgten 980.000 Zuseher bei 36 Prozent Marktanteil (39 bzw. 49 Prozent in den jungen Zielgruppen) die zweite Hälfte des vorentscheidenden WM-Qualifikationsspiels. Die Nationalmannschaft live mitzuverfolgen ist also weiterhin ganz groß in Mode. Man kann sich vorstellen, wie groß die Euphorie gewesen wäre, hätte sich das ÖFB-Team zum ersten Mal nach der WM 1998 in Frankreich wieder für eine WM-Endrunde qualifiziert. Aber mit großer Wahrscheinlichkeit bleibt dem ÖFB-Team 2018 in Russland wieder nur die Rolle des Zusehers. Daher wird auch die Ära von Teamchef Marcel Koller zu Ende gehen müssen. Der Schweizer hat zwar in den vergangenen sechs Jahren dafür gesorgt, dass Österreichs Fußball wieder an Stellenwert gewann und sogar unter die ersten zehn Teams der Weltrangliste vorrückte. Aber jetzt ist es Zeit, Veränderungen vorzunehmen. Nicht weil Kollers Arbeit schlechter geworden ist, sondern weil sich jeder Trainer abnützt. Vor allem dann, wenn die Erfolge ausbleiben. Die sind in der vergangenen Qualifikation ausgeblieben. Gegen Koller spricht auch, dass sich die Österreicher in einer Gruppe nicht durchsetzen konnten, in der mit Wales und Irland biedere britische Mannschaften standen. Wenn Bayern-Star David Alaba betont, dass die Waliser den Sieg vielleicht ein wenig mehr wollten, dann spricht das auch dafür, dass sich etwas ändern muss.

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