Fußball

LASK setzt im Aufstiegskampf auf Kontinuität

Im dritten Jahr nach dem Wiederaufstieg aus der Regionalliga setzt Erste-Liga-Winterkönig LASK zum dritten Mal zum Aufstieg in die Bundesliga an. So gut wie in diesem Jahr waren die Voraussetzungen seit der Rückkehr in den Profifußball noch nie. Vier Punkte liegt Aufstiegsrivale Austria Lustenau zurück.

Oliver Glasner will die Linzer ins Oberhaus führen.  SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Oliver Glasner will die Linzer ins Oberhaus führen.

"Unser Ziel ist ganz klar, dass wir am Ende des Tages in die Bundesliga gehen", sagte LASK-Trainer Oliver Glasner. Der Frühjahrsauftakt hat es für die Linzer allerdings in sich. Am Freitag (20.30 Uhr) gastiert der Club beim zweitplatzierten FC Liefering. Der drei Punkte zurückliegende Red-Bull-Club darf allerdings nicht aufsteigen.

Eine Woche später kommt Wacker Innsbruck zum Schlagerspiel nach Pasching. Glasner will den fünftplatzierten Traditionsclub, bei dem mit dem neuen Trainer Karl Daxbacher Aufbruchstimmung herrscht, trotz zwölf Punkten Rückstand auch im Aufstiegskampf noch nicht abschreiben. "Sie haben für mich immer noch den routiniertesten Kader der Liga. Es ist ein Verein, der sehr, sehr große Ambitionen hat. Im Fußball weiß man nie, deswegen schreibe ich niemanden vorzeitig ab", meinte Glasner.

Hauptrivale sei aber - "aufgrund der Tabellenkonstellation und der Spielstärke" - Austria Lustenau, sagte der LASK-Coach. Der Schlüssel zum Aufstieg ist für den 42-Jährigen Konstanz. "Wir haben in den eineinhalb Jahren, seit ich Trainer bin, einen Zwei-Punkte-Schnitt. Wenn wir den zumindest halten, vielleicht noch ein bisschen aufbauen können, müssen die Gegner schon einen deutlichen Schnitt von über zwei Punkten holen. Deshalb wollen wir konstant bleiben", erklärte Glasner.

Auf Konstanz setzt der Club auch bei der Kaderplanung, für die Glasner in seiner Funktion als Sportdirektor ebenfalls verantwortlich ist. Schon im Sommer gab es bei den Stammspielern wenig Bewegung, nun steht dem Abgang von Mario Reiter (ASKÖ Oedt) die Verpflichtung von Alexander Riemann (Wacker Innsbruck) gegenüber.

"Wir haben gar nicht groß Ausschau gehalten. Er war unzufrieden in Innsbruck, der Verein war unzufrieden mit ihm. Deswegen hat sich diese Möglichkeit aufgetan, und da haben wir zugeschlagen", sagte Glasner über die Verpflichtung von Riemann. Geringe Fluktuation im Kader ist für den Oberösterreicher ein klarer Vorteil. "Es hat sich gezeigt, dass es, wenn man eine eingespielte Truppe ist, oft viel, viel einfacher ist", erklärte Glasner.

Auch taktisch sind beim LASK keine großen Neuerungen zu erwarten. "Unsere Spielweise wird so wie bisher sein. Das ist auch das, was den Stärken der Spieler entspricht, deshalb haben wir keinen Grund gesehen, gravierend etwas zu ändern", sagte Glasner.

Wie schon in der vergangenen Saison stehen die Linzer wieder im Cup-Viertelfinale. Im Vergleich zur vergangenen Saison, in der bei Austria Wien das Aus kam, ist die Aufgabe diesmal mit einem Gastspiel bei Regionalliga-West-Spitzenreiter Grödig am 4. April ungleich einfacher. "Natürlich wollen wir ins Halbfinale einziehen und schauen, was da kommt", meinte Glasner.

Im Heimstadion in Pasching musste der LASK für das Frühjahr aus Sicherheitsgründen eine Adaption vornehmen. Wegen wiederholter Ausschreitungen bei den direkt nebeneinanderliegenden Tribünen für Heim- und Auswärtsfans wurde der Heimsektor auf die Nordtribüne verlegt, der Gästesektor kommt auf die Südtribüne.

Quelle: APA

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