Fußball

LASK übernahm mit 3:2-Sieg beim FAC Erste-Liga-Führung

Der LASK hat in der achten Runde der Fußball-Erste-Liga den Sprung an die Tabellenspitze geschafft. Die Oberösterreicher (19 Punkte) setzten sich am Freitagabend beim FAC mit 3:2 durch und zogen damit am nicht aufstiegsberechtigten FC Liefering (18) vorbei. Die "Jungbullen" kamen bei Aufsteiger Wattens über ein 1:1 nicht hinaus. Kapfenberg (16) schlug Schlusslicht Blau-Weiß Linz knapp 1:0.

LASK übernahm mit 3:2-Sieg beim FAC Erste-Liga-Führung SN/APA (Artinger)/GUENTER R. ARTING
Nur ein Team noch ungeschlagen.

Austria Lustenau (15) hielt mit einem klaren 4:1-Erfolg in Wiener Neustadt (9) im Aufstiegskampf Schritt. Weiter in der Krise ist Wacker Innsbruck (6). Die Tiroler unterlagen in Horn (7) 1:2 und rutschten nach dem siebenten sieglosen Spiel in Folge auf den vorletzten Platz und somit einen Abstiegsrang zurück.

Lukas Grgic (14.), Rene Gartler (45.+1/Elfmeter) und Fabiano (85.) sorgten auf dem FAC-Platz für die Entscheidung zu Gunsten der Linzer. Noch erfolgreicher als aktuell waren die Linzer zuletzt im Frühjahr 2016, da hatte es gar sechs Siege in Serie gegeben. Die Chance diese Marke einzustellen hat die Elf von Trainer Oliver Glasner schon am Dienstag im Heimspiel gegen Horn. Die Wiener kassierten trotz Toren von Christian Deutschmann (60.) und Adrian Grbic (88.) nach drei Siegen hintereinander wieder einmal eine Niederlage, gegen den LASK sind sie zu Hause weiter sieglos.

Die Linzer nützten gleich ihre erste Chance. Nach Gartler-Vorarbeit nahm sich Grgic aus 20 Metern ein Herz und traf überlegt ins Eck (14.). Die Floridsdorfer hätten ausgleichen können, Oliver Markoutz scheiterte aber an LASK-Goalie Filip Dmitrovic (37.). Die Gäste machtem ihre Sache besser. Tormann Alexander Schlager kam gegen Reinhold Ranftl im Strafraum zu spät, und Gartler verwertete den verhängten Elfmeter souverän zu seinem fünften Saisontor (45.+1).

Eine klare Sache war es nach der Pause aber keineswegs. Deutschmann traf nach Sahanek-Freistoß per Kopf zum 1:2 (60.) und es ging munter hin und her. Die Linzer hatten mehr Platz, und das nützte Fabiano nach Kerhe-Vorarbeit aus (85.). Die Partie war damit aber weiter nicht entschieden. Adrian Grbic gelang neuerlich der Anschlusstreffer(88.). Danach hatten die Gäste Glück. Ein Foul an Deutschmann im Strafraum blieb ungeahndet (90.), und Dmitrovic zeigte bei einem Kreso-Freistoß eine Glanzparade (91.). Der FAC hält damit als Fünfter weiter bei zehn Punkten.

Weiter nicht nach Wunsch läuft es für die Tiroler bei denen es die letzte Partie des erst im Sommer verpflichteten Maurizio Jacobacci auf der Trainerbank gewesen sein könnte. Der 53-jährige Italiener schickte seine Mannschaft ein paar Minuten verspätet aufs Feld, die präsentierte sich aber weiter alles andere als ein Aufstiegskandidat und erlebte eine kalte Dusche. Eine tolle Kombination über mehrere Stationen schloss Benjamin Sulimani zur Horner Führung ab (16.). Keine zehn Minuten später bugsierte Sally Preininger den Ball mit der Brust nach Tano-Hereingabe aus kurzer Distanz über die Linie (23.). Doch es kam noch bitterer für die Gäste: Goalie Pascal Grünwald wehrte den Ball bei einer Rettungstat mit der Hand außerhalb des Strafraums ab und wurde von Schiedsrichter Rene Eisner ausgeschlossen (25.).

Kurioserweise waren aber die Tiroler danach deutlich besser, kamen nach Kobleder-Flanke durch Patrik Eler auch zum 1:2 (41.). In der Nachspielzeit kam Pech dazu: Eisner übersah ein klares Djordjevic-Foul im Strafraum an Thomas Pichlmann. Die Offensivbemühungen der Jacobacci-Truppe nach dem Seitenwechsel blieben unbelohnt, auf der anderen Seite verabsäumten es die Horner einige Male, den Sack endgültig zuzumachen. Die Serie von drei sieglosen Partien konnten sie aber im Gegensatz zu Innsbruck trotzdem hinter sich lassen.

Maurizio Jacobacci darf jedoch vorerst als Trainer bei Wacker Innsbruck weitermachen. "Ich möchte nicht eine Trainerdiskussion eröffnen. Wir versuchen Ruhe zu bewahren. Es ist eine schwierige Situation, da ist es wichtig, dass wir zusammenrücken und die Fehlerquellen einfach abstellen", sagte Wacker-Sportdirektor Alfred Hörtnagl im Sky-Interview.

Der Coach selbst war sich bewusst, dass sich der Verein Gedanken machen wird. "Ich mache mir täglich Gedanken, wie ich die Mannschaft nach vorne pushen kann. In der zweiten Hälfte hat man gesehen, dass die Mannschaft lebt, nur man braucht auch das Quäntchen Glück", meinte der italienische Chefcoach.

Die Kicker gaben sich selbstkritisch. "Wir stehen hinter unserem Trainer, müssen anfangen vor unserer eigenen Haustüre zu kehren", sagte Abwehrspieler Harald Pichler. Stürmer Thomas Pichlmann sah das ähnlich: "Wir sind jetzt auf einem Abstiegsplatz, am anderen Ende von dem, wo wir hinwollten. Die Mannschaft und der Trainer sitzen in einem Boot, keiner macht absichtlich Fehler, es wäre zu leicht, einer Person die Schuld zu geben." Am Dienstag geht es für die Tiroler zu Hause gegen Wiener Neustadt weiter.

Wattens hielt im Gernot Langes Stadion gegen Liefering vor der Pause gut mit, und die erste Offensivaktion führte auch gleich zum Torerfolg. Ein sehenswerter Halbvolley von Florian Buchacher aus mehr als 20 Metern landete genau im Eck (21.). Die Salzburger konnten erst nach der Pause antworten. Nicht einmal zehn Sekunden nach Wiederbeginn stach "Joker" Samuel Tetteh (46.), machte sein fünftes Saisontor perfekt.

In der Folge waren die Lieferinger gefährlicher, so landete etwa ein Schlager-Schuss an der Latte (73.). Doch auch der Aufsteiger hätte das ein oder andere Mal die Entscheidung herbeiführen können. Wattens ist damit zu Hause weiter sieglos, Liefering nun gegen Aufsteiger in der Liga schon neun Partien unbesiegt. Beim Tabellenführer konnte der 19-jährige Kroate Robert Mudrazija noch nicht eingesetzt werden, für den von NK Zagreb gekommenen Mittelfeldspieler fehlt noch die Spielgenehmigung.

Beim Duell von Blau-Weiß Linz und Kapfenberg war eigentlich kein Qualitätsunterschied erkennbar, spielerische Highlights waren Mangelware. Erst in der Schlussphase nahm die Partie an Fahrt auf. Nach einer Bahtic-Hereingabe spitzelte Goalgetter Sergi Arimany den Ball zum 1:0 für die Gäste gekonnt ins Eck (82.). Die Linzer hätten sich einen Punkt verdient, Sinisa Markovic ließ aber in der Nachspielzeit eine Großchance ungenützt. Die Kapfenberger kehrten nach zwei Niederlagen auf die Siegerstraße zurück und sind in der Liga gegen Blau-Weiß auch nach dem fünften Duell unbesiegt.

Lustenau legte in Wiener Neustadt einen Fehlstart hin. Einen nach Haring-Foul an Bernd Gschweidl verhängten Elfmeter verwertete Florian Sittsam souverän (12.). Die Vorarlberger brauchten ihre Zeit, um richtig ins Spiel zu finden, und kamen nach einer akrobatischen Einlage von Ilkay Durmus zum Ausgleich (36.). Nach dem Seitenwechsel setzte sich die größere Klasse der Chabbi-Truppe durch. Pius Grabher (55.), Bruno (58.) und Raphael Dwamena (76.) sorgten innerhalb von etwas mehr als 20 Minuten für klare Verhältnisse. Neustadt scheint Lustenau also weiter zu liegen, vergangene Saison waren die Vorarlberger im direkten Duell unbesiegt geblieben.

Quelle: APA

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