Fußball

Lieferings Teenager ließen auch Leipzig alt aussehen

Einige der Talente aus dem Salzburger Red-Bull-Farmteam sind erst 16 und 17 Jahre alt. Sie zeigten beim 4:4 im "Familienduell" gegen den Bundesliga-Aufsteiger auf.

Aufgepasst, da gibt es wohl bald harte Konkurrenz ums Leiberl aus dem eigenen Nachwuchs für die Spieler von Fußball-Doublegewinner Red Bull Salzburg: Der FC Liefering rang am Dienstag dem deutschen Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig in einem Test ein 4:4-(3:2)-Unentschieden ab. Gespielt wurde das konzerninterne Duell der Red-Bull-Fußballfamilie in Grassau am Chiemsee, wo Leipzig auf Trainingslager weilte. Nach dem 4:3 gegen Ajax Amsterdam vor wenigen Wochen ist dies bereits das zweite beachtliche Resultat des Farmteams in einem internationalen Vergleich.

Liefering-Trainer Thomas Letsch sagte: "Man sollte Testspiele nicht überbewerten. Dennoch bestätigt die Leistung unsere momentane Stärke. Die Ergebnisse in der Liga (Anm.: drei Siege in den ersten drei Runden) waren kein Zufall." Dabei wurden Samuel Tetteh, Gideon Mensah und Luan geschont. Testspieler Dogbole Niangbo aus der Elfenbeinküste, Nico Meister (beide 16 Jahre) und Kenan Kirim (17) machten die "Bubentruppe" noch jünger.

In Grassau herrschte die Atmosphäre eines Familientreffens. Mit den ÖFB-Teamspielern Stefan Ilsanker und Marcel Sabitzer sowie Peter Gulacsi, Massimo Bruno, Naby Keita und Benno Schmitz waren gleich sechs RB-Akteure mit Salzburg-Vergangenheit dabei. Thomas Letsch und sein Co-Trainer Fränky Schiemer hatten einiges zu plaudern. Dazu feierte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl seinen 49. Geburtstag, doch Geschenke gab es für ihn keine: Mergim Berisha schoss die Lieferinger mit einem Hattrick (7., 17., 19.) rasch mit 3:0 in Führung. "Vom Kopf her war die Frische nicht da, was am Ende eines Trainingslagers nicht ganz überraschend ist", stellte Hasenhüttl fest. Sein Team erfing sich, Nukan (24.) und Bruno (25.) verkürzten auf 2:3 aus Leipziger Sicht.

Aber auch die elf frischen Lieferinger, die nach der Pause kamen, zeigten keinen Respekt vor großen Namen. Nico Meister erhöhte auf 4:2 (54.), Hannes Wolf und David Gugganig scheiterten mit guten Chancen. So konnte Leipzig durch Naby Keita (69.) und Yussuf Poulsen (Elfmeter/79.) noch ausgleichen.

Die Kirche im Dorf lassen will Thomas Letsch, was Serientorschütze Mergim Berisha angeht: "Ihn zu den Profis hochzuziehen, macht erst Sinn, wenn er auch realistische Chancen auf Einsätze hat." Der 18-jährige Kosovare traf schon vier Mal in drei Erste-Liga-Einsätzen und brennt auf weitere Tore in der englischen Woche mit Spielen gegen den FAC, Innsbruck und Kapfenberg.

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