Fußball

Marc Rzatkowski: "Abschreiben darf man Salzburg noch nicht"

Marc Rzatkowski ist bei Fußballmeister Red Bull Salzburg richtig angekommen. Und der Deutsche glaubt auch daran, dass die Saison in der Europa League noch verlängert werden kann.

Marc Rzatkowski: "Abschreiben darf man Salzburg noch nicht" SN/gepa pictures
Schon im Hinspiel hatte Nizza-Star Dante einige Probleme mit Salzburgs Marc Rzatkowski (r.).

Auf die Frage, welche Erkenntnisse er aus der Partie gegen Ried für das Spiel gegen Nizza am Donnerstag in der Europa League ziehen könne, meinte der Trainer von Fußballmeister Red Bull Salzburg, Óscar García, nur: "Dasselbe Team wird nicht spielen."

Einer, der sich keine Gedanken über seinen Platz in der Bullen-Elf beim Gastspiel in Südfrankreich machen muss, ist Marc Rzatkowski. Der Deutsche ist nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Meister angekommen und betonte im Gespräch mit den "Salzburger Nachrichten", dass er trotz des schwachen Starts schon noch Chancen sehe, die Gruppenphase der Europa League zu überstehen. "Es bleibt uns ja ohnehin keine andere Wahl, als in Nizza auf Sieg zu spielen", meinte Rzatkowski mit einem Lächeln auf den Lippen, ehe er die intensive Vorbereitung auf das Spiel beim Tabellenführer aus Frankreich in Angriff nahm. Nach drei Runden der Europa League stehen die Bullen punktelos am Tabellenende. "Aber im Hinspiel gegen Nizza haben wir schon gezeigt, dass wir auch mit einem Spitzenteam aus Frankreich mithalten können. Die 0:1-Niederlage kam unglücklich zustande", sagte der 26-Jährige.

Seit diesem Spiel vor zwei Wochen in der Red-Bull-Arena ist Rzatkowski aus der Bullen-Elf nicht mehr wegzudenken. "Es sind auch noch neun Punkte zu vergeben. Wenn wir in Nizza etwas holen, dann sehe ich schon noch Chancen für uns, weiter im Bewerb zu bleiben." Im Heimspiel gegen Nizza habe man erkannt, dass, wenn man sich etwas zutraut, auch Gegner wie Nizza ins Wanken geraten können. "Es ist auch eine besondere Herausforderung, international zu spielen. Viele Augen sind auf dich gerichtet. Wir starten jetzt noch einmal bei null und können und wollen zeigen, dass wir auch unsere Qualitäten haben", sagte Rzatkowski.

Dass es nicht einfach wird, in Nizza zu bestehen, das weiß auch der laufstarke Deutsche. Die "jungen Adler" des OGC Nizza befinden sich nämlich weiter im Höhenflug. Unter Trainer Lucien Favre haben sich die Südfranzosen ganz oben in der Ligue 1 festgesetzt und selbst der Startruppe von Paris St. Germain den Rang abgelaufen. "Aber abschreiben darf man Salzburg noch nicht. Wenn wir unser Pressing wie vor zwei Wochen durchziehen können, dann werden wir auch unsere Möglichkeiten erhalten. Nur müssen wir diese dann besser nützen als damals. Wie man Nizza in Verlegenheit bringen kann, das haben wir schon gezeigt. Wir werden sicher aggressiv mit viel Emotion in die Partie gehen. Und dann sehen wir, was dabei herauskommt", ist Rzatkowski schon richtig heiß auf die Partie. "Solche Spiele gegen Topteams kann man ja nicht jeden Tag absolvieren. Man steht in der Auslage. Ich glaube schon, dass jeder von uns diese schwierige Aufgabe auch genießen kann."

Bestehen werden die Salzburger aber wahrscheinlich nur dann können, wenn Nizza nicht an die Leistungen, die Abwehrchef Dante und Co. in der Meisterschaft konstant zeigen, anschließen kann. "Es ist schon beeindruckend, wie ball sicher Nizza auch in brenzligen Situationen agiert", erklärte Rzatkowski, der es mit harter Trainingsarbeit geschafft hat, sich einen Platz im Meisterteam zu erkämpfen. Und diesen wird der Mittelfeldspieler, wenn er weiter rackert wie zuletzt, so schnell sicher nicht mehr verlieren.

Aufgerufen am 15.11.2018 um 07:14 auf https://www.sn.at/sport/fussball/marc-rzatkowski-abschreiben-darf-man-salzburg-noch-nicht-925648

Schlagzeilen