Fußball

Mit Schwung vom Schalke-Spiel peilt Salzburg die Spitze an

Valentino Lazaro ist erst 20 Jahre alt und hat schon 101 Pflichtspiele für die Bullen absolviert. Der Offensivakteur spürt vor dem Topspiel bei Sturm Graz eine gute Entwicklung beim Meister.

Mit Schwung vom Schalke-Spiel peilt Salzburg die Spitze an SN/gepa pictures
Valentino Lazaro stellte als Angreifer die Defensive von Schalke einige Male vor große Probleme.

Noch liegt Österreichs Fußballmeister Red Bull Salzburg nur auf dem dritten Tabellenplatz. Aber schon morgen, Sonntag, könnten die Bullen aus eigener Kraft einen Platz gutmachen. Dann nämlich, wenn Alex Walke und Co. das Spitzenspiel der Runde bei Tabellenführer Sturm Graz gewinnen. Für Valentino Lazaro ist die Partie nicht nur aus diesem Grund ein ganz besonderes Spiel.

Lazaro ist gebürtiger Grazer und kam aus dem GAK-Nachwuchs, dem Stadtrivalen von Sturm, zu den Bullen. "Als ehemaliger Spieler vom GAK ist ein Spiel gegen Sturm immer brisant. Dazu werden mir viele Freunde aus Graz im Stadion die Daumen halten", erzählte Lazaro. In den letzten beiden Spielen vor der Winterpause morgen gegen Sturm und in einer Woche gegen den WAC geht es für die Bullen auch noch darum, die Tabellenspitze zu übernehmen. Den Rückenwind aus dem Spiel gegen Schalke wollen die Salzburger auch in der heimischen Liga mitnehmen. Lazaro betonte auch: "Der Sieg gegen Schalke war kein gewöhnlicher Erfolg. Solche Spiele erhöhen dann noch einmal das Selbstvertrauen."

Wie schon gegen Schalke wird Lazaro wohl auch gegen Sturm einen Platz im Angriff erhalten. Dort fehlen Salzburg-Trainer Óscar Gar cía mit den verletzten Wanderson, Jonatan Soriano, Munas Dabbur und Fredrik Gulbrandsen gleich vier Stürmer. "Ich fühle mich auf dieser Position auch sehr wohl, kann mich auch ins Mittelfeld zurückfallen lassen, um dann meine Schnelligkeit auszuspielen", sagte der 20-jährige Nationalspieler, der in den vergangenen beiden Partien als Vorbereiter glänzte. "Wir haben jetzt zu unserem Spiel gefunden. Es dauerte doch länger als erwartet, ehe man eine Entwicklung sieht. Jetzt sind wir auf einem guten Weg, dürfen aber nicht nachlassen", sagte Lazaro. Vor allem in den Top spielen gegen Nizza, Krasnodar, Schalke, Austria Wien, Rapid und Altach zeigte die Truppe von Trainer Óscar García meisterliche Auftritte. "Vielleicht liegt es daran, dass ich immer wieder versuche, meiner Mannschaft verständlich zu machen, dass wir jedes Spiel wie ein Finale angehen müssen", erklärte der Spanier. Das Spiel gegen Sturm ist auch ein solches, wenn man vielleicht doch noch als Tabellenerster überwintern will.

Dass Sturm die vergangenen beiden Heimspiele gegen St. Pölten und Admira verloren hat, sollten die Salzburger nicht überbewerten. Der Tabellenführer wird sich gegen die Bullen mit Sicherheit anders präsentieren als gegen die vermeintlich "kleinen" Gegner. "Wir wollen unbedingt Platz eins verteidigen", betonte Sturm-Trainer Franco Foda: "Wir sind hochmotiviert." Allerdings ist auch der Respekt vor den zuletzt drei Mal in Folge siegreichen Salzburgern groß. "Wir müssen von der ersten Sekunde an wach sein und Lösungen für das Gegenpressing finden."

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