Fußball

Nach der Sensation stand Leipzig Kopf

Der Ex-Salzburger Naby Keita besiegelte mit einem späten Treffer den 1:0-Sieg gegen Dortmund. Martin Hinteregger stand bei seinem Debüt für den FC Augsburg gleich im Mittelpunkt.

Bei einigen der Highlights dieses Wochenendes in Europa setzten ehemalige Red-Bull-Salzburg-Spieler Akzente.


Leipzig. RB Leipzig hat seinen ersten Feiertag in der deutschen Fußball-Bundesliga. Der 1:0-Sieg des Red-Bull-Clubs über Borussia Dortmund am Samstag hat für den Aufsteiger historischen Charakter. "Solche Spiele wie heute, dafür wollen wir stehen, in diese Richtung soll es gehen", meinte Sportdirektor Ralf Rangnick. Trainer Ralph Hasenhüttl war beeindruckt von der Stimmung im ausverkauften Stadion: "Ich dachte beim Siegtor, das Dach fliegt weg."

Die beachtliche Vorstellung der "Bullen", die der Ex-Salzburger Naby Keita in der 89. Minute ins Glück schoss, war genau nach dem Geschmack von Rangnick. Nach dem Spiel sprintete er durch die Katakomben des Stadions bis auf den Rasen, herzte jeden Spieler und nahm Ralph Hasenhüttl innig in die Arme. Vergessen waren die jüngsten Aufregungen wegen der Transferpolitik zwischen den Partnerclubs Leipzig und Salzburg.

Hasenhüttl unterstrich: "Man darf nicht vergessen, wir haben mit einer Mannschaft begonnen, da war nur ein Neuzugang drin, der Rest war eine Zweitliga-Mannschaft." Zu dieser Mannschaft gehörten auch die ÖFB-Teamspieler Stefan Ilsanker und Marcel Sabitzer. In der zweiten Hälfte übernahm Leipzig komplett das Spielgeschehen. Der 19-jährige Schotte Oliver Burke, mit 15,5 Millionen Euro der bisher teuerste Leipziger Transfer, erhöhte die Qualität im RB-Spiel. Mitten hinein in die Drangperiode streifte ein Schuss von Dortmunds Schürrle nach einem Solo die Latte. Dann folgte Keitas Schuss ins Glück.

Skurriler Schlussakt im "Fußballkulturen-Duell": Hunderte Dortmund-Fans mussten das Spiel mit nacktem Oberkörper verfolgen. Sie hatten Online-Tickets für den Leipziger Heimbereich erworben, der laut Stadionordnung aber nicht mit Fan-Utensilien der Gäste betreten werden darf.


Augsburg. Verunglückte Premiere im Augsburg-Dress für Martin Hinteregger: Gegen Werder Bremen verursachte er mit einem Foul an seinem ÖFB-Teamkollegen Zlatko Junuzovic den Elfmeter, der zum 0:1 führte. Die Augsburger drehten die Partie aber noch und siegten mit 2:1.
Leverkusen. Mit drei Toren "aus dem Bilderbuch", wie Trainer Roger Schmidt lobte, gelang dem Werksclub die Generalprobe vor dem Champions-League-Start gegen ZSKA Moskau am Mittwoch. Der finnische Stürmer Joel Pohjanpolo besiegte den Hamburger SV nach seiner Einwechslung (72.) mit einem Hattrick binnen 16 Minuten im Alleingang. Mit dabei war auch der frühere Salzburg-Publikumsliebling Kevin Kampl. Auf der Bank blieben die drei Österreicher bei Bayer, Aleksandar Dragovic, Julian Baumgartlinger und Ramazan Özcan.

Liverpool. 40-Millionen-Einkauf Sadio Mané, von 2012 bis 2014 bei Red Bull Salzburg tätig, gehörte mit einem Tor und einem Assist zu den Hauptdarstellern beim spektakulären 4:1-Sieg des Klopp-Clubs gegen Leicester. Der Meister mit Ex-ÖFB-Kapitän Christian Fuchs war chancenlos. Geprägt war das Premier-League-Wochenende vom elektrisierenden Manchester-Derby, das City in Old Trafford gegen United mit 2:1 für sich entschied. Die Trainer Pep Guardiola und Jose Mourinho gaben sich zur Überraschung mancher nach dem Spiel sogar die Hand. Allerdings beklagte Mourinho zwei angeblich verweigerte Strafstöße.

Barcelona. Trainer Luis Enrique nahm die Schuld auf sich. "Ich bin absolut verantwortlich für dieses schlechte Ergebnis", sagte er nach der 1:2-Heimniederlage von Barca gegen Aufsteiger Alaves. Er hatte die Superstars Lionel Messi, Luis Suarez und Andres Iniesta für das Champions-League-Spiel gegen Celtic Glasgow geschont. Im Glückstaumel bewegte sich hingegen Real Madrid. Der Rekordmeister feierte im Stadion Santiago Bernabeu gegen CA Osasuna eine 5:2-Torparade - eingeleitet von Cristiano Ronaldo, der bei seinem Comeback nach zwei Monaten bereits in der sechsten Minute traf.

Quelle: SN, Apa

Aufgerufen am 10.12.2018 um 06:26 auf https://www.sn.at/sport/fussball/nach-der-sensation-stand-leipzig-kopf-1074643

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