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Alaba trotz Bayern-Misere nicht im Panik-Modus

Die Krise des FC Bayern sorgt seit Wochen für Aufsehen - und lässt David Alaba ziemlich kalt. Dass sein Club nach elf Runden in der deutschen Fußball-Bundesliga nur an fünfter Stelle liegt, dürfe man nicht überbewerten, betonte der Münchner Profi am Dienstag in Wien, wo sich die ÖFB-Auswahl auf die Nations-League-Partien gegen Bosnien-Herzegowina und Nordirland vorbereitet.

Alaba lässt die Kritik kalt SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Alaba lässt die Kritik kalt

"Intern in der Mannschaft machen wir uns darüber nicht so riesige Gedanken", erzählte Alaba. Der Wiener kennt aus langjähriger Erfahrung die Mechanismen, die beim deutschen Rekordmeister in einer Phase des Misserfolgs in Gang gesetzt werden. "Uns ist es bewusst, dass kleine Dinge oft groß gemacht werden", meinte Alaba. "In München versucht man immer wieder, einen Wirbel zu machen. Das ist nicht ungewohnt für uns Spieler."

Für Schwarzmalerei hat der 26-Jährige kein Verständnis. "Wir lassen uns nicht alles schlechtreden. Wir wissen, was wir können." Zwar gestand Alaba, man befinde sich in einer "etwas ungewohnten Situation. Aber die Saison ist noch lang. Es ist weiter unser Ziel, am Ende ganz oben zu stehen." Diese Einstellung vermittle auch der in die Kritik geratene Trainer Niko Kovac. "Er geht ganz gut damit um und lässt sich vom Drumherum nicht ablenken."

Zur Aussage von Bayern-Präsident Uli Hoeneß, es werde im kommenden Jahr in der Mannschaft einen Umbruch geben, meinte Alaba: "Ich glaube, wir sind schon mittendrin im Umbruch. Wir haben viele junge Spieler in unseren Reihen." In diesem Zusammenhang nannte der Linksverteidiger etwa Serge Gnabry, Niklas Süle, Joshua Kimmich, Leon Goretzka oder den momentan verletzten Kingsley Coman.

Derzeit stehen für Alaba ohnehin die Nations-League-Partien gegen Bosnien-Herzegowina und Nordirland im Mittelpunkt. "Es wird keine einfache Aufgabe, aber ich bin überzeugt, dass wir eine Mannschaft haben, die am Donnerstag erfolgreich sein wird. Wir sind sehr ehrgeizig und versuchen, hart zu arbeiten und hungrig zu sein, das merkt man in den Trainingseinheiten und auch an der Stimmung, die wir haben", erklärte der 65-fache Internationale (13 Tore).

Alaba warnte wie seine ÖFB-Kollegen vor den Qualitäten des bosnischen Goalgetters Edin Dzeko, stellte aber auch klar. "Es geht in erster Linie darum, was wir machen. Wir müssen auf uns schauen."

Quelle: APA

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