Nationalteam

Baumgartlinger freut sich auf Comeback im ÖFB-Team

Nach einer rund zehnwöchigen Pause wegen einer Knieverletzung gibt Julian Baumgartlinger am Donnerstag (20.45 Uhr/live ORF eins) sein Comeback in der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft. Dabei will der Kapitän im Heimspiel gegen Bosnien-Herzegowina seinen Beitrag dazu leisten, dass die Chance auf den Nations-League-Gruppensieg gewahrt wird.

ÖFB-Kapitän Julian Baumgartlinger SN/APA/ROBERT JAEGER
ÖFB-Kapitän Julian Baumgartlinger

Um weiter im Rennen um Endrang eins zu bleiben, ist ein 1:0 oder ein Sieg mit zumindest zwei Toren Unterschied vonnöten. Daher gilt es, Risiko zu nehmen, aber gleichzeitig darauf zu achten, nicht in Konter zu laufen. "Wir müssen kreativ sein, doch immer mit Verantwortung. Die Stärken der Bosnier liegen im Umschaltspiel. Wir wissen, was auf uns zukommen kann, wenn wir leichtfertige Ballverluste haben", warnte Baumgartlinger.

Hinten gut stehen und vorne die Chancen verwerten, lautet die Devise des Salzburgers. "Wir sind vorbereitet und wissen in beide Richtungen, was wir machen wollen. Wir müssen effizient sein und unsere Chancen nützen."

Der 30-Jährige steht vor seinem 65. Länderspiel, dem ersten seit dem 0:3 in Wien gegen Brasilien vor fünf Monaten. Ohne Baumgartlinger gab es zwei Siege und zwei Niederlagen, nun helfen in der entscheidenden Nations-League-Phase nur noch Erfolge. "Wir haben nach wie vor die Möglichkeit, die Gruppe für uns zu entscheiden, und ich bin froh, dass ich dabei mithelfen kann", meinte der Mittelfeldspieler.

Seit seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining absolvierte Baumgartlinger für Leverkusen zwei Pflichtspiele. "Natürlich merkt man es, wenn man zehn Wochen weg ist, aber ich fühle mich gut und bin wieder im Rhythmus."

In seiner Abwesenheit gab es rege Diskussionen um seine Kapitänsvertreter, vor allem um Marko Arnautovic - sehr zur Verwunderung von Baumgartlinger, der den Wirbel für übertrieben hielt. "Ich hätte nicht geglaubt, dass dieses Thema so groß werden kann."

Für ihn sei immer klar gewesen, dass seine temporären Nachfolger aus dem Mannschaftsrat rekrutiert werden, in dem noch Arnautovic, David Alaba und Sebastian Prödl sitzen. "Die Aufregung hätte nicht so wild sein sollen, aber Marko hat mit seinem Siegestor gegen Nordirland die richtige Antwort gegeben", erklärte Baumgartlinger.

Auch Teamchef Franco Foda ist sichtlich froh darüber, dass die leidige Diskussion beendet und der etatmäßige Spielführer zurück ist. "Er ist Kapitän, Führungsspieler und von jedem Einzelnen akzeptiert", sagte Foda über den Deutschland-Legionär.

Quelle: APA

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