Nationalteam

Die Königsklasse als Luxusproblem der ÖFB-Frauen

Österreichs Fußballfrauen sind international stark vertreten. Für Teamchefin Irene Fuhrmann birgt das auch Herausforderungen.

Teamchefin Irene Fuhrmann kann aus dem Vollen schöpfen. SN/gepa
Teamchefin Irene Fuhrmann kann aus dem Vollen schöpfen.

Vorausschauende Planung kann nie schaden. Und so hat Fußball-Frauenteamchefin Irene Fuhrmann schon jetzt ihren Kader für die nächsten WM-Qualifikationsspiele gegen Luxemburg und Nordirland (22. und 26. Oktober) nominiert. "Die Belastungssteuerung ist ein großes Thema", betont Fuhrmann. "Immerhin hat eine ganze Reihe von Teamspielerinnen jetzt durch die Champions League vermehrt englische Wochen vor sich."

Betroffen sind die Akteurinnen von Bayern München (Sarah Zadrazil, Carina Wenninger), Hoffenheim (Nicole Billa, Katharina Naschenweng, Laura Wienroither, Celina Degen) sowie FC Arsenal (Manuela Zinsberger, Viktoria Schnaderbeck). Die große rot-weiß-rote Präsenz in der Königsklasse spricht für die gestiegene Qualität im Frauenfußball. Die kommenden Aufgaben seien deshalb aber noch kein Selbstläufer. "Wir dürfen nicht erwarten, dass wir Luxemburg jetzt zweistellig wegschießen", warnt Fuhrmann trotz des 8:1 in Lettland und des 6:0 in Nordmazedonien.

Gegen den Fußballzwerg wird in Wiener Neustadt gespielt, ehe es nach Belfast zum wahrscheinlichen Kontrahenten um Gruppenplatz zwei geht. Fuhrmann unterstreicht: "In Nordirland wird erstmals seit Längerem wieder großes Publikum da sein." Ende November folgen noch die Begegnungen bei Gruppenfavorit England und in Luxemburg, womit dann bereits alle fünf Auswärtsspiele absolviert sind. Stichwort "vorausschauende Planung": "Wir haben bei der Termingestaltung alle unsere Wünsche durchgebracht", freut sich Irene Fuhrmann über das logistische Bravourstück. Dazu passend kann sie mit ihrem Funktionärsteam zudem gleich von Belfast nach Manchester weiterreisen, wo am 28. Oktober die Gruppen für die EM-Endrunde 2022 in England ausgelost werden.

Wunschgegner gibt es keine, fest steht aber, dass auch das Abenteuer England gute Planung braucht. So wie bei den Herren gehen EM-Vorbereitung und WM-Qualifikation im kommenden Frühling ineinander über.

Was man nicht vorausplanen kann, ist die Gesundheit der Spielerinnen. Umso mehr freut sich die Teamchefin, erstmals in ihrer Ära praktisch alle Stammkräfte dabeizuhaben - darunter nach einjähriger Verletzungspause Kapitänin Viktoria Schnaderbeck. Fuhrmann betont: "Auch wenn Viki noch Zeit braucht, ist es sehr wichtig, dass sie wieder bei uns ist."

WM-Qualifikation 2023

Lettland - Österreich 1:8
Nordmazedonien - Österreich 0:6
Österreich - Luxemburg 22. 10. (Wr. Neustadt)
Nordirland - Österreich 26. 10. (Belfast)
England - Österreich 27. 11. (Sunderland)
Luxemburg - Österreich 30. 11.
Österreich - Nordirland 8. 4. 2022
Österreich - Lettland 12. 4. 2022
Österreich - England 3. 9. 2022
Österreich - Nordmazedonien 6. 9. 2022

Aufgerufen am 16.10.2021 um 05:07 auf https://www.sn.at/sport/fussball/nationalteam/die-koenigsklasse-als-luxusproblem-der-oefb-frauen-110280454

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