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Frauenfußball: Neuer Name, hohe Ziele für ÖFB-Nachwuchsakademie

Das Nationale Zentrum für Frauenfußball in St. Pölten hat einen neuen Namen erhalten. Die seit 2011 bestehende Einrichtung zur Ausbildung weiblicher Talente heißt ab sofort ÖFB Frauen-Akademie.

In die Umbenennung waren die Spielerinnen federführend eingebunden, auch der neue Claim "Live your dreams" entstand aus den Ideen der 14- bis 19-Jährigen.

"Das passt sehr gut", befindet etwa die Salzburger U19-Nationalspielerin Cecilija Rados den Spruch. "Wir alle hier leben unseren Traum." Trainingsstätten, Schule und Internat liegen nur wenige Schritte voneinander entfernt. Die Spielerinnen trainieren während der Woche in St. Pölten und bestreiten am Wochenende die Meisterschaftsspiele bei ihren Heimatclubs.

"Die Bezeichnung 'Akademie' ist eine klare Aufwertung und steht als Synonym für die professionelle, akribische Arbeit, die in St. Pölten seit Jahren geleistet wird", erklärte ÖFB-Präsident Leo Windtner. "Auch weiterhin werden in St. Pölten die talentiertesten Mädchen Österreichs auf höchstem internationalem Niveau ausgebildet, um unsere Frauen-Nationalteams konkurrenzfähig zu halten und nachhaltig zu stärken", betonte Windtner. In der Akademie sind mehrere UEFA-Pro-Lizenz-Trainer tätig. Dazu fungieren der sportliche Leiter Michael Steiner (U19-Teamchef) und die Betreuer Irene Fuhrmann (Assistenztrainerin A-Team) und Markus Hackl (U17-Teamchef) selbst bei den ÖFB-Auswahlen in führender Funktion. Die U19 kämpft schon im April gegen Kroatien, Russland und Finnland um den Einzug in die EM-Endrunde. Zur Umbenennung sagte Steiner: "Das ist auch eine Symbolik für die Weiterentwicklung, die wir schon genommen haben und noch nehmen werden."

ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel sieht darüber hinaus noch viel Arbeit auf den Verband zukommen. Zwar habe der Halbfinaleinzug des Nationalteams bei der EURO 2017 eine riesige Euphorie ausgelöst, doch der Weg in die Vereine ist noch kein Selbstläufer: "Wir müssen ein Bewusstsein schaffen, dass Fußball ein toller Sport für Mädchen ist." Zusätzliche Frauen-Power wurde dafür bereitgestellt. So ist nun eine Mitarbeiterin ausschließlich für die Sichtung und Koordination der Frauenfußball-Projekte in ganz Österreich zuständig.

Isabel Hochstöger, Leiterin Mädchen- und Frauenfußball im ÖFB, sagt: "Im österreichischen Mädchen- und Frauenfußball hat sich in den letzten Jahren viel getan. Wir haben personell aufgestockt, neue Akzente gesetzt, neue Ligen und viele Projekte gestartet. Die Aufwertung der ÖFB Frauen-Akademie ist ein weiterer wichtiger Mosaikstein in unserem Gesamtkonzept. Wie werden und müssen aber weiter hart daran arbeiten, junge Mädchen für den Fußball zu begeistern."

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