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Frauenfußball: Teamtrainer Thalhammer peilt "Anschluss an europäische Spitze" an

Der Teamchef des österreichischen Frauen-Fußball-Teams, Dominik Thalhammer, hat seinen Blick nach der verpassten WM-Qualifikation bereits nach vorne gerichtet. Nach dem abschließenden 4:1 (2:1) gegen Finnland am Dienstag ließ der 47-Jährige keinen Zweifel am Potenzial seines Teams aufkommen. "Ich denke, dass wir in den nächsten zwei Jahren den Anschluss an die europäische Spitze schaffen werden."

ÖFB-Teamchef will Lücke schließen SN/APA/HANS PUNZ
ÖFB-Teamchef will Lücke schließen

Thalhammer dachte an seine Anfangszeiten. "2011 hätte niemand geglaubt, dass diese Mannschaft 2017 in ein Halbfinale einziehen kann", erinnerte der Coach an den Sensationslauf bei der EM in den Niederlanden im vergangenen Jahr. Dieser soll keine einmalige Sache bleiben. "Ich bin überzeugt, dass es 2021 noch weiter gehen kann."

Einen Grund, dass es nicht zur erhofften Teilnahme an der WM-Endrunde in Frankreich 2019 gereicht hat, sah Thalhammer im Verletzungspech zur Unzeit. "Im April, als wir in der Qualifikation die entscheidenden Punkte liegen gelassen haben, waren vier, fünf Spielerinnen über drei Wochen nicht im Trainingsprozess und nicht ganz fit. Wenn die Hälfte der Mannschaft in so einer wichtigen Phase fehlt, ist das bitter, weil ich denke, dass dieses Team zur WM gehören würde."

Das zum Testspiel verkommene Match gegen Finnland bewertete der Coach zwiespältig. "Ganz zufrieden bin ich nicht. Im Bereich der Spielfortsetzung hätten wir bessere Lösungen finden können. Im ersten Drittel haben wir dafür sehr mutig agiert." Generell sei im Lehrgang an der spielerischen Weiterentwicklung gearbeitet worden. "Ich denke, dass die Entwicklung im Laufe dieses Lehrgangs sehr positiv war", resümierte Thalhammer im ORF-Interview.

Auch Leo Windtner betonte den Aufwärtstrend. "Insgesamt kann man zufrieden sein. Es ist natürlich ein Wermutstropfen, dass wir die Qualifikation verpasst haben", sagte der ÖFB-Präsident. Auch er bewertete die Entwicklung im Frauenfußball "insgesamt absolut positiv". Mit dem zweiten Platz "haben die Mädels Charakter bewiesen und doch einiges erreicht".

Die ÖFB-Auswahl, die sich im Lauf der Qualifikation nur den überlegenen Gruppensiegerinnen aus Spanien zweimal geschlagen geben musste, verpasste - nicht zuletzt aufgrund eines vermeidbaren Heimremis gegen Serbien - das Play-off der vier besten Gruppenzweiten.

Quelle: APA

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