Nationalteam

Goalie Lindner beim 0:3 gegen Brasilien als kleiner Sieger

Obwohl es für Österreichs Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag im Happel-Stadion eine klare Niederlage gesetzt hat, gab es beim 0:3 gegen Brasilien doch einen kleinen Gewinner im ÖFB-Lager. Goalie Heinz Lindner verhinderte gegen den Rekordweltmeister ein Debakel und empfahl sich damit als Nummer eins für die Nations-League-Partien im Herbst.

Goalie Lindner verhinderte ein Debakel SN/APA (AFP)/JOE KLAMAR
Goalie Lindner verhinderte ein Debakel

Teamchef Franco Foda will die Einserfrage erst kurz vor dem ersten Match des neu geschaffenen Bewerbs am 11. September in Zenica gegen Bosnien-Herzegowina beantworten. Dass Lindner mit seinem Auftritt gegen die "Selecao" Pluspunkte sammelte, stellte der Deutsche aber nicht in Abrede. "Heinz hat sehr gut gehalten. Wichtig zu sehen war, dass er den Konkurrenzkampf, der da ist, angenommen hat. Er hat eine tadellose Leistung gezeigt."

Auch Lindner selbst war mit seiner Darbietung zufrieden. "Ich bin froh, dass ich der Mannschaft einige Male helfen konnte." Während der 27-jährige Oberösterreicher beim 1:0 gegen Russland praktisch beschäftigungslos gewesen war, machte er gegen Brasilien die eine oder andere Großchance zunichte. "Heute hatte ich die Möglichkeit, mich zu beweisen. Das war gegen Russland nicht der Fall."

Den Lohn dafür könnte der Grasshoppers-Legionär mit der Bestellung zum Einser-Tormann erhalten. "Ich habe mir in den letzten Länderspielen nichts zuschulden kommen lassen", betonte Lindner und ergänzte: "Ich werde mich auf der Leistung nicht ausruhen, doch ich glaube, sie war sehr gut. Der Trainer wird entscheiden, ich bin guter Dinge."

Sollte es doch nichts mit dem Stammplatz werden, "wäre ich sehr enttäuscht. Aber das wäre jeder von den Tormännern, weil jeder von uns im Training immer sein Bestes gegeben hat", erklärte Lindner.

Seine erste bemerkenswerte Aktion gegen Brasilien lieferte der Keeper bereits nach 23 Sekunden, als er den auf ihn zubrausenden Gabriel Jesus mit einem Haken aussteigen ließ. "Ich habe gesehen, dass es ziemlich knapp wird. Wenn ich den Ball weggeschossen hätte, hätte es sein können, dass er dazwischengrätscht, deswegen war das die beste Lösung", erzählte Lindner. Dadurch blieb ihm ein folgenschwerer Patzer wie jener seines ÖFB-Konkurrenten Jörg Siebenhandl gegen Deutschland erspart.

Quelle: APA

Aufgerufen am 16.12.2018 um 12:36 auf https://www.sn.at/sport/fussball/nationalteam/goalie-lindner-beim-03-gegen-brasilien-als-kleiner-sieger-29051383

Schlagzeilen