Nationalteam

Laut NÖFV-Präsident verdient Rangnick "wie Franco Foda"

Laut dem Präsidenten des Niederösterreichischen Fußball-Verbandes (NÖFV) ist Neo-Teamchef Ralf Rangnick für den ÖFB nicht teurer als dessen Vorgänger Franco Foda. "Wie Franco Foda", antwortete Johann Gartner, der ÖFB-Präsidiumsmitglied ist, den "NÖ Nachrichten" (Mittwochausgabe) auf die Frage nach Rangnicks Salär. Bei der Bekanntgabe der Teamchef-Entscheidung hatte ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold gesagt, Rangnick sei nicht teurer, als es Vor-Vorgänger Marcel Koller war.

Ralf Rangnick übernimmt Ende Mai das Nationalteam SN/APA/dpa-Zentralbild/Jan Woitas
Ralf Rangnick übernimmt Ende Mai das Nationalteam

Der Schweizer hatte als Teamchef insgesamt zweimal verlängert, vor allem sein letzter Vertrag soll äußerst lukrativ gewesen sein. Foda soll dann doch deutlich weniger als der Schweizer eingestreift haben. Gartner bestätigte auch, dass Rangnicks Engagement als Berater bei Manchester United nach der laufenden Saison parallel zu seiner ÖFB-Tätigkeit "ein wichtiger Teil der finanziellen Einigung" gewesen sei. Daher seien die sechs Tage pro Monat, die Rangnick dem englischen Rekordmeister zur Verfügung stehen werde, "sicher zu verkraften".

Ein interessantes Details ist, dass gemäß Gartner offenbar sogar schriftlich bereits fixiert wurde, dass sich der Deutsche Rangnick neben seiner Trainerarbeit für das A-Nationalteam auch Kompetenzbereichen widmen wird, für die eigentlich Sportdirektor Peter Schöttel zuständig ist. Die Kompetenzen seien "zwischen Schöttel und Rangnick einvernehmlich und schriftlich geregelt", sagte Gartner. "Erster Schritt: A-Team mit Ziel EM-Teilnahme in Deutschland 2024. In weiteren Schritten wird er sich bei der U21 und der U19-Mannschaft einbringen. Und auch in die Trainerausbildung und in die Entwicklung und Förderung von Talenten."

Mit der Kritik am ÖFB, dass erneut ein Nicht-Österreicher zum Teamchef bestellt worden ist, kann Gartner leben. "Ich hätte mir auch einen österreichischen Trainer vorstellen können. Aber da wäre uns sicher Freunderlwirtschaft vorgeworfen worden oder kritisiert worden, dass wir uns nichts einfallen haben lassen. Man kann es ohnehin nicht allen recht machen", betonte der 70-Jährige.

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