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Nations League: Österreich gegen Weltmeister Frankreich

Fußball-Festspiele sind im Jahr 2022 für Österreichs Nationalteam garantiert. In der Nations League spielt Franco Fodas Truppe gegen Frankreich, Kroatien und Dänemark.

Allez les Bleus: Kylian Mbappé und Antoine Griezmann warten in der Nations League auf Österreich.  SN/imago images/Starface
Allez les Bleus: Kylian Mbappé und Antoine Griezmann warten in der Nations League auf Österreich.

Österreichs Fußball-Nationalmannschaft darf sich auf ein tolles Jahr 2022 freuen. Zunächst besteht die Chance, via Relegation noch auf den Zug zur WM in Katar aufzuspringen. Ab Juni warten dann in der Nations League richtig große Herausforderungen auf das ÖFB-Team: Weltmeister Frankreich, Vizeweltmeister Kroatien und Dänemark heißen die Gegner von Franco Fodas Team in der Gruppe 1 der Liga A. Franco Foda sagte: "Es ist eine sehr interessante Gruppe und mit Weltmeister und Vizeweltmeister eine große Herausforderung."

Frankreich mit Topstars wie Kylian Mbappé oder Antoine Griezmann war das attraktivste Los aus dem Topf der vier stärksten Nationen neben Europameister Italien, Spanien und Belgien. Die Franzosen sind außerdem Titelverteidiger in der Nations League. Erst vor zwei Monaten besiegten sie im Finale Spanien mit 2:1.

Und dann sind da wieder die Dänen, die sich in der abgelaufenen WM-Qualifikation als klar zu stark für Marko Arnautovic und Co. erwiesen haben: Ein 0:4-Debakel setzte es in Wien, mit 0:1 unterlagen die Österreicher in Kopenhagen. Der EURO-Semifinalist des vergangenen Sommers gehört derzeit sicher zu den kniffligsten Gegnern auf dem Kontinent. "Ich hätte mir statt Dänemark eine andere Mannschaft gewünscht. Auf der anderen Seite gibt es uns die Möglichkeit, Revanche zu nehmen. Wir haben uns in diesen beiden Spielen unter Wert verkauft", sagte Foda.

Kroatien ist als WM-Finalist von 2018 ebenfalls ein Schwergewicht im europäischen Fußball. Das letzte Treffen mit Österreich liegt schon länger zurück, 2010 gab es unter Teamchef Dietmar Constantini in Klagenfurt einen 1:0-Sieg der Kroaten.

Die Highlight-Partien kommen für das ÖFB-Team in geballter Form: Die ersten vier Spiele werden zwischen 2. und 14. Juni gespielt. Der fünfte und sechste Spieltag steigen dann zwischen 22. und 27. September. Welche Partien wann stattfinden, wird im Verlauf des Abends entschieden.

Die weiteren Gruppen der Liga A:

Gruppe 2: Spanien, Portugal, Schweiz, Tschechien

Gruppe 3: Italien, Deutschland, England, Ungarn

Gruppe 4: Belgien, Niederlande, Polen, Wales

So wie die Franzosen sind auch die Kroaten und Dänen schon jetzt für die WM in Katar qualifiziert - sie werden die Nations-League-Partien aber nicht zu Testzwecken verwenden, ist Foda überzeugt. "Gerade in der Liga A hat man gesehen, dass alle Mannschaften diesen Bewerb sehr ernst nehmen. Da geht es auch um einen Titel." Das Ziel des ÖFB-Teams ist für den Nationaltrainer klar: "Wir wollen alles versuchen, um in der Liga A zu bleiben."

ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel meinte zur Auslosung: "Es ist eine schöne Gruppe, die eine große Herausforderung für uns darstellt. Frankreich ist ein Gegner mit sehr hoher Qualität, vor allem in der Offensive mit Spielern wie Mbappe, Griezmann oder Benzema. Kroatien ist eine sehr spielstarke Mannschaft. Dänemark ist ein alter Bekannter, jetzt haben wir die Möglichkeit zu zeigen, dass wir die Lehren gezogen haben."

Vorerst stehen allerdings nicht die Nations-League-Matches, sondern das WM-Play-off im Mittelpunkt. Dort trifft Österreich am 24. März in Cardiff auf Wales - im Falle eines Erfolgs ginge es fünf Tage später im Wiener Happel-Stadion gegen den Sieger aus Schottland gegen die Ukraine um ein Endrunden-Ticket. "Wenn alle topfit sind, wenn wir hoffentlich nicht so viele Verletzte wie in der WM-Qualifikation haben, sind wir in der Lage, in Wales zu gewinnen", meinte Foda.

Diesbezüglich sieht es im Moment gut aus - die seit Monaten fehlenden Xaver Schlager und Sasa Kalajdzic sollten Ende März wieder einsatzbereit sein, Stefan Lainer gab bereits sein Comeback nach überstandenem Knöchelbruch.

Das Final Four der vier Gruppensieger der Liga A wird erst im Juni 2023 ausgespielt werden. Die Gruppenletzten steigen in die Liga B ab. Über die Nations League werden auch wieder Startplätze für ein großes Turnier ausgespielt. Diesmal geht es um drei Tickets für die EURO 2024 in Deutschland. Der Modus dafür steht noch nicht fest.

Österreich hatte sich den Platz unter den Topteams durch den Gruppensieg im Nations-League-Bewerb 2020 gesichert. Im Pool mit Norwegen, Rumänien und Nordirland war das Finish auch durch die Corona-Probleme im norwegischen Team beeinflusst gewesen. Norwegen trat zum Abschluss gegen Österreich mit einer eilig zusammengebastelten "C-Auswahl" an. Diese schlug sich beachtlich, Franco Fodas Team rettete erst durch ein Tor in der Nachspielzeit durch Adrian Grbic ein 1:1.

Aufgerufen am 17.01.2022 um 01:13 auf https://www.sn.at/sport/fussball/nationalteam/nations-league-oesterreich-gegen-weltmeister-frankreich-114131872

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