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ÖFB-Spieler blickten nach 1:0 über Slowenien Richtung Skopje

Der erste Schritt zum Comeback in der EM-Qualifikation ist den österreichischen Fußball-Teamspielern am Freitag geglückt, der zweite soll am Montag folgen. Unmittelbar nach dem 1:0 in Klagenfurt gegen Slowenien dachten die ÖFB-Internationalen bereits an Skopje, wo es gegen Nordmazedonien um weitere wichtige Punkte auf dem Weg zur EURO 2020 geht.

Marko Arnautovic fordert den nächsten Sieg SN/APA/EXPA/JOHANN GRODER
Marko Arnautovic fordert den nächsten Sieg

Marko Arnautovic weiß, dass der Erfolg über die Slowenen bei einem Scheitern gegen Goran Pandev und Co. nicht viel Wert ist. "Wir dürfen uns mit dem Sieg nicht zufriedengeben. Wir wollen uns für die EM qualifizieren und da reichen drei Punkte nicht", warnte der 30-Jährige.

Mit einem Auftritt wie gegen Slowenien sei aber auch in Nordmazedonien ein Erfolg möglich. "Die Mannschaft hat überragend gespielt, es hat alles gepasst, so können wir weitermachen. Ich bin stolz auf jeden Spieler. So wie wir uns heute reingehaut haben, sollten wir es jedes Spiel machen. Nur die Chancenauswertung muss besser werden", erklärte Arnautovic.

Die Abschlussschwäche hätte den Österreichern beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht. "Die Slowenen waren sehr defensiv eingestellt. Das Ausschlaggebende war, Geduld zu haben. Die Geduld hat gewonnen", resümierte Arnautovic.

Ähnlich fiel das Fazit von Valentino Lazaro aus. "Wir haben heute gezeigt, was wir in Israel haben vermissen lassen, nämlich dass wir an uns glauben. Irgendwann geht der Ball dann rein." Gegen Nordmazedonien dürfe man sich keinen Umfaller erlauben. "Wir wollen jetzt nachlegen, dann sind wir voll im Rennen."

Behilflich könnte laut Lazaro ein günstiger Spielverlauf sein. "Irgendwann geht der Knopf auf und wir machen vielleicht ein frühes Tor oder zwei, drei, vier Tore." Damit dies gelingt, müsse man jedoch die richtige Einstellung an den Tag legen. "Kein einziges Spiel wird leicht. Wir sind Österreich und müssen in jedem Spiel ans Limit gehen. Wenn wir das machen, haben wir gute Chancen."

In Skopje muss das ÖFB-Team wie schon gegen Slowenien auf Julian Baumgartlinger verzichten, der wegen einer Knöchelverletzung kurzfristig ausfiel. "Der Schock war sehr groß. Wir wollten auch für ihn gewinnen", berichtete Kapitäns-Ersatzmann David Alaba.

Für Baumgartlinger rutschte kurzfristig Konrad Laimer in die Startformation und lieferte ein solides Nationalteam-Debüt ab. "Es war schön, dass ich meine Chance bekommen habe. Die Mannschaft hat mich von der ersten Minute an unterstützt", meinte der Leipzig-Legionär und gab zu, unmittelbar vor Spielbeginn etwas nervös gewesen zu sein. "Aber beim Anpfiff war alles weg."

Aufgrund seiner Nominierung ins A-Team fiel Laimers Teilnahme an der U21-EM ins Wasser. "Bei Leipzig hat es geheißen, entweder oder. Als dann die Einberufung ins A-Team gekommen ist, war das Thema erledigt. Eine U21-EM spielt man nicht oft, ich hätte der Mannschaft gerne geholfen, aber ich kann es leider nicht ändern. Jetzt hoffe ich, dass sie eine grandiose EM spielen", meinte Laimer.

Der 22-Jährige war gegen Slowenien einer von sieben Spielern mit Red-Bull-Salzburg-Vergangenheit in der ÖFB-Startformation, zudem wurde mit Stefan Ilsanker ein achter eingewechselt. "Da kennt man jeden umso besser. Klar war das ein Vorteil für mich", sagte der Mittelfeldspieler.

Zu den Ex-"Bullen" zählt auch Laimers Leipziger Clubkollege Marcel Sabitzer. "Wir wollen jetzt die Woche mit einem Sieg in Nordmazedonien und mit sechs Punkten abschließen, damit im Fußball-Land Österreich wieder gute Stimmung herrscht", kündigte der Steirer an.

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