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ÖFB-Team: Drei Torhüter rittern um die Nummer-1-Position

Die Einserfrage in der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft ist vor dem Testspiel am Donnerstag in Wien gegen Schweden und dem Nations-League-Match am Dienstag in Bosnien-Herzegowina ungeklärt. Zwar war unter Teamchef Franco Foda zumeist Heinz Lindner im Einsatz und lieferte dabei ansprechende Leistungen ab, dennoch ist der Oberösterreicher in der ÖFB-Auswahl nicht langfristig gesetzt.

Lindner kann mit der Situation gut umgehen SN/APA (Scheriau)/ERWIN SCHERIAU
Lindner kann mit der Situation gut umgehen

Lindner kann mit dieser Situation gut umgehen. "Der Trainer hat jedem von uns das Vertrauen ausgesprochen", meinte der Grasshoppers-Profi am Dienstag im ÖFB-Camp in Bad Waltersdorf. Seine aktuellen Konkurrenten heißen Richard Strebinger und Cican Stankovic. "Beide sehr gute Tormänner", urteilte Lindner.

Beide warten aber noch auf ihre ersten Länderspiel-Einsätze, während Lindner bei 19 ÖFB-Partien hält. "Natürlich ist es ein Vorteil, Erfahrung zu haben. Aber in der Europa League zu spielen, ist auch internationale Erfahrung", sagte Lindner über den Rapid- und den Salzburg-Schlussmann.

Gemäß den Andeutungen von Foda dürfte der Schweiz-Legionär in den beiden kommenden Partien im Tor stehen, danach könnten die Karten neu gemischt werden - für Lindner kein Problem. "Ich habe mir bei meinen Spielen nichts zuschulden kommen lassen, werde weiterhin meinen Weg gehen und versuchen, meine Leistung zu bringen."

Akrobat schön: Marko Arnautovic prüft hier die Kompetenzen von Cican Stankovic.  SN/APA/ERWIN SCHERIAU
Akrobat schön: Marko Arnautovic prüft hier die Kompetenzen von Cican Stankovic.
Beschusstest: Richard Strebinger und ein Geschoss von Marko Arnautovic.  SN/GEPA pictures
Beschusstest: Richard Strebinger und ein Geschoss von Marko Arnautovic.
Fingerspitzengefühl: Heinz Lindner erhascht einen von David Alaba scharf getretenen Ball.  SN/GEPA pictures
Fingerspitzengefühl: Heinz Lindner erhascht einen von David Alaba scharf getretenen Ball.

Bei den Grasshoppers ist Lindner die unumstrittene Nummer eins, konnte jedoch auch nichts daran ändern, dass der Saisonstart mit vier Punkten aus sechs Spielen und dem vorletzten Tabellenrang verpatzt wurde. "Wir hatten aber auch ein schwieriges Auftaktprogramm und werden unsere Punkte noch machen."

In Zürich spielt Lindner als zweiter Kapitän unter der Anleitung von Ex-Austria-Coach Thorsten Fink gemeinsam mit seinen Landsmännern Marco Djuricin und Raphael Holzhauser. Letzterer erzielte am Sonntag beim 1:2 in Luzern auf sehenswerte Art und Weise seinen ersten Treffer für die Grasshoppers. "Er versucht, das Heft in die Hand zu nehmen und macht seine Sache sehr gut", sagte Lindner über Holzhauser.

Das Niveau der Schweizer Liga sei mit jenem der österreichischen durchaus vergleichbar. "Nur die Infrastruktur ist in der Schweiz einen Tick besser. Und Schweizer Vereine, die in der Tabelle hinten stehen, suchen spielerische Lösungen, was in meiner Zeit in Österreich nicht der Fall gewesen ist." Lindner war im Sommer 2015 von der Austria zu Eintracht Frankfurt gewechselt und zwei Jahre später nach Zürich übersiedelt.

Quelle: APA

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