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ÖFB-Team in Bewerbspartien gegen Polen noch sieglos

Vor ihrem Auftakt in die EM-Qualifikation am Donnerstag im Wiener Happel-Stadion wartet Österreichs Fußball-Nationalmannschaft noch auf einen Pflichtspiel-Sieg gegen Polen. Erst dreimal gab es mit dem WM-2018-Teilnehmer ein Kräftemessen auf Bewerbsebene, dabei steht die Bilanz der ÖFB-Auswahl bei einem Unentschieden und zwei Niederlagen.

Das Nationalteam bereitet sich auf die Partie gegen Polen vor SN/APA (Neubauer)/HERBERT NEUBAUER
Das Nationalteam bereitet sich auf die Partie gegen Polen vor

In der Qualifikation für die WM 2006 gewann Polen im Wiener Prater am 9. Oktober 2004 mit 3:1. Das Retourmatch am 3. September 2005 in Chorzow ging unter äußerst hitzigen Begleitumständen über die Bühne, weil Dietmar Kühbauer davor angeblich Polen-feindliche Äußerungen getätigt hatte. Die Gastgeber siegten nach 3:0-Vorsprung knapp mit 3:2, Österreichs Chance auf eine Teilnahme an der Endrunde in Deutschland war dahin.

Das bisher letzte Aufeinandertreffen stieg am 12. Juni 2008 im Rahmen der Heim-EM im Happel-Stadion und endete mit einem 1:1, was für beide Teams den einzigen Punkt im Turnierverlauf bedeutete. Die Polen führten dank eines Abseitstreffers des eingebürgerten Brasilianers Roger mit 1:0, Ivica Vastic gelang in der 93. Minute aus einem Elfmeter der Ausgleich. Den Strafstoß hatte Sebastian Prödl herausgeholt. Der Steirer ist der einzige aktuelle ÖFB-Teamspieler aus dem EURO-2008-Kader.

Der bisher letzte Erfolg der Österreicher gegen Polen liegt schon fast 25 Jahre zurück. Am 17. Mai 1994 traf Peter Stöger beim 4:3 in Kattowitz dreimal. Das erste Duell überhaupt zwischen Österreich und Polen brachte am 12. Mai 1935 in Wien einen 5:2-Erfolg für die ÖFB-Elf.

Gegenüberstellung - WM- und EM-Teilnahmen, Erfolge, teuerste Spieler, Bilanz gegeneinander. SN/APA
Gegenüberstellung - WM- und EM-Teilnahmen, Erfolge, teuerste Spieler, Bilanz gegeneinander.

Fünf Monate später trat Österreich in Warschau mit einer B-Truppe an und verlor 0:1 - diese Partie wurde auf Bestreben des polnischen Verbandes als offizielles Länderspiel gewertet. Am selben Tag trennte sich Österreichs Einser-Mannschaft in Wien von Ungarn 4:4.

In dieser Zeit zählte Polen nicht zur Elite des Weltfußballs - was sich knapp 40 Jahre später ändern sollte. Bei der WM 1974 landete man mit Kickern wie Grzegorz Lato oder Kazimierz Deyna, die zwei Jahre davor Olympia-Gold gewonnen hatten, auf Rang drei. Vier Jahre später reichte es immerhin zur Zwischenrunde, ehe bei der WM 1982 wieder der dritte Platz herausschaute.

Bei der Endrunde 1986 stießen die Polen noch einmal bis ins Achtelfinale vor, dann kamen magere Jahre. Bei den jüngsten acht Weltmeisterschaften war man nur dreimal dabei, und immer hieß es so wie auch 2018 schon nach der Gruppenphase Abschied nehmen. Dafür lief es bei der EURO 2016 besser, als es Polen ins Viertelfinale schaffte.

Quelle: APA

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