Nationalteam

ÖFB verlängerte mit Raiffeisen und hofft auf Fan-Zuspruch

Der ÖFB hat seinen Sponsorvertrag mit Raiffeisen vorzeitig bis Ende 2022 verlängert. Die Entscheidung sei bewusst vor den entscheidenden EM-Qualifikationsspielen diese Woche gegen Israel und Slowenien getroffen worden, "um ein klares Bekenntnis zur österreichischen Fußball-Nationalmannschaft abzugeben", betonte Raiffeisen-Marketingchef Leodegar Pruschak am Dienstag in einer Pressekonferenz.

Sponsorvertrag des ÖFB mit Raiffeisen vorzeitig bis 2022 verlängert SN/APA/ROBERT JAEGER
Sponsorvertrag des ÖFB mit Raiffeisen vorzeitig bis 2022 verlängert

Die Bankengruppe ist seit 2003 ÖFB-Partner. Nach dem Rücktritt von Skistar Marcel Hirscher hätte das ÖFB-Team für Raiffeisen einen noch größeren Stellenwert und werde künftig noch stärker in den Fokus der Marketingaktivitäten rücken, erklärte Pruschak. Allerdings habe man sich auch mit Hirscher darauf verständigt, nach dessen Karriereende auf Werbe- und PR-Ebene weiter zusammenzuarbeiten.

ÖFB-Präsident Leo Windtner begrüßte die Vertragsverlängerung "quasi am Vorabend dieses entscheidenden Doubleheaders. Es ist ein Vertrauensvorschuss, wenn wir bis 2022 verlängern können." Nimmt man auch die Hürde am Wochenende, sei das Tor zur EM-Teilnahme "wirklich weit offen". Die Qualifikation für die Endrunde 2020 wäre die zweite für eine EM in Folge. Das ist dem ÖFB bisher noch nie gelungen.

Der Fan-Zuspruch für das Heimspiel am Donnerstag (20.45 Uhr/live ORF 1) gegen Israel liegt bisher dennoch unter den Erwartungen. Bis Dienstag war nicht einmal die Hälfte der Tickets vergeben.

Das Ernst-Happel-Stadion fasst 48.500 Zuschauer, wird aber bei weitem nicht ausverkauft sein. Laut Windtner habe dies mehrere Gründe. Einerseits sei ein "gewisser Übersättigungseffekt" da, weil dem heimischen Fußball-Publikum mit den Europacup-Gruppenspielen von Salzburg, LASK und WAC in diesem Herbst sehr viel Spitzenfußball geboten werde. Andererseits sei die Infrastruktur "keine optimale". Die Zuschauer seien auch in Österreich mittlerweile moderne Stadien gewöhnt. Im Happel-Stadion sei das nicht in der Form gegeben. Windtner: "Das ist keine Kritik, sondern eine nüchterne Feststellung."

Teamchef Franco Foda hofft dennoch auf möglichst viele Zuschauer. "Wir, die Mannschaft, benötigen auch die Unterstützung." Gerade in schwierigen Situationen, die es in Spielen immer wieder gebe. Der Deutsche führte auch den familienunfreundlichen Anstoßtermin gegen Israel um 20.45 Uhr unter der Woche ins Treffen. "Der Donnerstag-Termin ist für mich eh ein Wahnsinn", sagte Foda mit Hinweis auf die enorm kurze Vorbereitungszeit. Viele Nationalspieler waren am Sonntag noch im Ligaeinsatz. Foda: "Die Spieler benötigen eigentlich viel mehr Erholung und Regenerationsphasen."

Aufgerufen am 30.11.2021 um 05:26 auf https://www.sn.at/sport/fussball/nationalteam/oefb-verlaengerte-mit-raiffeisen-und-hofft-auf-fan-zuspruch-77386225

Kommentare

Schlagzeilen