Nationalteam

Österreich feiert 4:1-Sieg in Nordmazedonien

Das Nationalteam steckte einen Rückstand durch ein Eigentor Martin Hintereggers weg und kam am Ende zu einem noch deutlichen Erfolg in Skopje. Nun ist die EURO-Chance wieder am Leben.

Österreichs Fußballnationalmannschaft ist wieder voll im Rennen um ein Ticket für die Endrunde der Europameisterschaft 2020. Am Montag feierte das rot-weiß-rote Team in Skopje einen 4:1-(1:1)-Auswärtssieg gegen Nordmazedonien. Das bislang ungeschlagene Israel unterlag zeitgleich in Polen mit 0:4. Damit hat Österreich wieder Tuchfühlung auf Andi Herzogs Auswahl.

Der Sieg war härter erkämpft als es das Resultat aussagt. Weil es wieder einmal mit der Chancenverwertung beim ÖFB-Team haperte, musste Franco Fodas Auswahl erst einem Rückstand nachlaufen und lange hart um die drei Punkte kämpfen.

Es war zum Verzweifeln in der ersten halben Stunde: Die Österreicher vergaben reihenweise gute Chancen, die Nordmazedonier führten mit 1:0, ohne eine echte Tormöglichkeit gehabt zu haben. Schon nach 37 Sekunden wehrte Torhüter Stole Dimitrievski per Fuß gegen Marko Arnautovic ab, dann schoss Marcel Sabitzer aus guter Position daneben (12.). Als erneut Arnautovic völlig freistehend aus sieben Metern den Schlussmann anschoss (24.), stand es schon 1:0 für die Gastgeber. Martin Hinteregger köpfelte eine weite Flanke am herauslaufenden Torhüter Heinz Lindner vorbei - ein Gegentor der Marke "besonders verzichtbar".
Als Nebeneffekt wurden die Nordmazedonier auch noch mutig, hätten durch ihren Altmeister Goran Pandev (31.) und Ilija Nestorovski (36./Latte) sogar den Vorsprung ausbauen können. Doch dann gelang den Österreichern endlich das verdiente Tor. Valentino Lazaro glich nach einem weiten Pass von Konrad Laimer per Volleyschuss aus (39.). Das Ende der Abschlussflaute? Leider nicht, denn Sabitzer verpasste mit einem Stangenschuss die Führung (44.).

Nach Seitenwechsel ersetzte Debütant Stefan Posch den an den Adduktoren verletzten Aleksandar Dragovic. Am Spielcharakter änderte sich zuerst nicht viel. Zeitweise versammelte sich das ÖFB-Team zu einer Art Powerplay im nordmazedonischen Strafraum, nur Tor wollte keines gelingen. Fast logisch, dass für die Führung ein Elfmeter den Knoten lösen musste. Den gab es, als Marcel Sabitzer von Egzon Betulaj umgegrätscht wurde. Knallhart hoch in die Mitte verwandelte Arnautovic den Strafstoß - 2:1 nach 62 Minuten.

Die Österreicher zeigten Bereitschaft, nachzulegen. Aber der Offensivdruck ließ nach, und kamen Arnautovic und Co. einmal in den Strafraum, schob man sich Ball und Verantwortung zu, anstatt den Abschluss zu wagen. Das Zittern hatte in der 82. Minute ein Ende: Der unermüdlich arbeitende Stefan Ilsanker eroberte zum wiederholten Mal einen Ball, leitete rasch den Angriff über Sabitzer ein, dessen Flanke Arnautovic nur noch ins Tor köpfeln musste. Vier Minuten später lenkte Unglücksrabe Bejtulai eine Flanke von Laimer zum 4:1 über die Linie - Ende gut, alles gut für Österreich.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker:

Aufgerufen am 28.05.2022 um 05:48 auf https://www.sn.at/sport/fussball/nationalteam/oesterreich-feiert-41-sieg-in-nordmazedonien-71484850

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