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Polen und Israel in ÖFB-Gruppe im direkten Duell

Tabellenführer Polen hat es der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft bereits vorgezeigt: Die Polen landeten in der EM-Qualifikation am Freitagabend einen 1:0-Arbeitssieg in Nordmazedonien und halten damit nach drei Runden beim Punktemaximum. Die Österreicher müssen am Montagabend (20.45 Uhr/live ORF 1) ebenfalls in Skopje bestehen.

Die Polen sind bis jetzt ohne Punkteverlust SN/APA (AFP)/ROBERT ATANASOVSKI
Die Polen sind bis jetzt ohne Punkteverlust

Nordmazedonien liegt nach einem Heimsieg gegen Lettland (3:1) und einem Punktgewinn in Slowenien (1:1) vor Österreich auf Rang drei. Zweiter sind nach einem 3:0-Sieg in Lettland weiterhin die von Andreas Herzog betreuten Israelis. Am Montag (20.45 Uhr) kommt es in Warschau zum direkten Duell der beiden bisher ungeschlagenen Teams, die derzeit in Gruppe G die EM-Startplätze einnehmen würden.

Polens Teamchef Jerzy Brzeczek ist mit den bisherigen Leistungen in der EM-Qualifikation trotz knapper Siege gegen Österreich (1:0), Lettland (2:0) und Nordmazedonien nicht zufrieden. "Die Spiele haben noch nicht das von mir gewünschte Niveau. Wir können viel besser spielen", meinte der frühere Österreich-Legionär.

In Skopje bedurfte es eines etwas unorthodoxen Rückziehers des kurz zuvor eingewechselten Jungstars Krzysztof Piatek, um die drei Zähler mitzunehmen. Kapitän Robert Lewandowski und Kamil Glik verpassten den Ball, als dieser ins Tor kullerte. "Wir haben in Skopje in einem schwierigen Revier gewonnen", meinte Brzeczek. "Jetzt werden wir uns einem Rivalen stellen, der zu einem Kandidaten auf die EM-Teilnahme geworden ist."

Die Polen müssen vor allem vor Eran Zahavi auf der Hut sein, der nach seinem Triplepack in Riga bereits bei sieben Quali-Toren in drei Spielen hält. Herzog scheint aus dem 31-Jährigen vom chinesischen Club Guangzhou R&F, der in Israel lange Zeit als schwierig galt, das Beste herauszuholen. "Die Israelis haben einen großartigen Stürmer, der regelmäßig trifft", erkannte auch Brzeczek.

Herzog kann es dadurch sogar verschmerzen, beim aktuellen Länderspiel-Doppel auf Munas Dabbur zu verzichten. Der Torschützenkönig der österreichischen Bundesliga, der Salzburg in Richtung FC Sevilla verlassen hat, fehlt auch am Montag in Polen, weil er an diesem Wochenende heiratet. Slowenien gastiert nach der 0:1-Niederlage in Klagenfurt gegen Österreich zeitgleich in Riga beim punktelosen Schlusslicht Lettland.

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