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Premiere für ÖFB-Team bei 22. U21-EM - Italien Rekordsieger

Österreich ist bei der 22. Auflage der Fußball-U21-EM erstmals dabei. Die ÖFB-Auswahl ist bei der Endrunde in Italien und San Marino der einzige Premieren-Teilnehmer und hat nichts zu verlieren. Die Favoritenrolle haben andere Teams wie Österreichs letzter Gruppengegner und Titelverteidiger Deutschland, Rekordsieger Italien (fünf Titel), der vierfache Champion Spanien, Frankreich und England.

Von der Favoritenrolle ist man noch weit entfernt SN/APA (AFP)/JOE KLAMAR
Von der Favoritenrolle ist man noch weit entfernt

Der Vorläufer der U21-EM war die U23-EM, die im Jänner 1967 ins Leben gerufen wurde. 1976 wurde das Alterslimit auf U21 gesenkt, um die Lücke zwischen U18 und U23 zu verkleinern. Jugoslawien holte 1978 den ersten Titel. Das Finale wurde dabei noch in Hin- und Rückspiel ausgetragen im jeweiligen Land der Teilnehmer. Das war auch in der Folge noch lange Jahre gelebte Praxis und änderte sich erst 1994. Da ging in Frankreich die erste Endrunde mit vier Teams über die Bühne. Italien holte sich da nach 1992 den zweiten Titel der Verbandsgeschichte. Erstmals fiel die Entscheidung in nur einem Spiel.

1998 wurde die EM auf acht Teilnehmer aufgestockt, eine Gruppenphase gab es 2000 erstmals. Da glänzte der Italiener Andrea Pirlo im Finale gegen Tschechien mit einem Freistoßtreffer. Zwei Jahre später war der tschechische Tormann Petr Cech im Endspiel mit einem gehaltenen Elfmeter im Elfmeterschießen gegen Frankreich (3:1) der Held. Es sind nur zwei Namen, die in der Folge große Karrieren einschlugen. 2006 wurde das letzte Mal ein Titelträger in einem geraden Jahr gekürt. Seit 2007 wird in ungeraden Jahren gespielt, um nicht mit der EM oder WM zu kollidieren.

Das aktuelle Turnier ist erst das zweite, an dem zwölf Teams teilnehmen dürfen. Ein nicht unwesentlicher Faktor für das ÖFB-Team, für das der Weg zur Endrunde dadurch doch zumindest etwas leichter wurde. Der dritte ÖFB-Anlauf im Play-off war dank zwei 1:0-Siegen gegen Griechenland von Erfolg gekrönt. 2008 (Finnland) und 2016 (Spanien) hatte man dort noch den Kürzeren gezogen.

Italien ist zwar Rekordsieger, hat allerdings eine lange Durststrecke hinter sich. Der bis dato letzte Titel gelang 2004. Beim 3:0-Finalsieg gegen Serbien-Montenegro trug sich etwa auch AS-Roma-Urgestein Daniele de Rossi in die Schützenliste ein. Spanien triumphierte zuletzt 2011 und 2013 zweimal in Folge. Im jüngsten Finale zog man 2017 in Krakau gegen Deutschland knapp mit 0:1 den Kürzeren. Die Deutschen hatten zuvor auch schon 2009 triumphiert, zweifache Europameister sind zudem auch die Niederlande, England und USSR.

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