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Splitter Österreich-Deutschland - Merkel kommt ins DFB-Camp

Splitter vor dem Fußball-Länderspiel zwischen Österreich und Deutschland am Samstag (18.00 Uhr/live ORF eins) in Klagenfurt:

Die Deutschen reisen am Spieltag direkt aus dem Trainingslager in Südtirol an und fliegen nach Spielende auch wieder dorthin zurück. Am Sonntag erhält das DFB-Team in Eppan dann Besuch von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Sie möchte der Mannschaft 'Hallo' sagen. Sie möchte das ohne große Inszenierung. Das hat mittlerweile Tradition und wird von den Spielern gut aufgenommen", meinte Teammanager Oliver Bierhoff. Ob Merkel, die 2014 beim WM-Finaltriumph in Brasilien dabei war, auch ein Spiel bei der WM in Russland besucht, ist offen.

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Franco Foda hat selbst zwei Länderspiele für sein Heimatland absolviert. "Es ist schon etwas Außergewöhnliches, wenn man als Trainer von Österreich dann gegen Deutschland spielt", sagte der erste deutsche ÖFB-Teamchef. Deutschlands Bundestrainer Joachim Löw war einst sein Betreuer beim VfB Stuttgart (1996), mit dessen Assistenten Thomas Schneider spielte er ebendort von 1994 bis 1996 zweieinhalb Jahre zusammen. "Ich weiß, wie Jogi tickt", sagte Foda über seinen Ex-Coach und dessen Spielphilosophie.

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Für den früheren FC-Tirol- und Austria-Wien-Trainer Joachim Löw wird es das siebente Länderspiel als DFB-Chefcoach gegen Österreich. Die bisherigen sechs hat der Schwabe allesamt gewonnen, das Torverhältnis in diesen Partien lautet 17:4. In Österreich setzten sich die Deutschen in drei Partien unter Löw aber jeweils nur mit einem Tor Unterschied durch - darunter mit 1:0 im entscheidenden Gruppenspiel der EM 2008, als Löw und der damalige ÖFB-Teamchef Josef Hickserberger vom Schiedsrichter auf die Tribüne verbannt worden waren.

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Im Kader Österreichs stehen neun Legionäre aus der deutschen Bundesliga. Offen ist die Zukunft von Innenverteidiger Aleksandar Dragovic, der vergangene Saison von Bayer Leverkusen an Leicester City verliehen war. "Ich werde mir alles anhören und dann entscheiden", sagte der 27-Jährige, der Leverkusen trotz Vertrages bis 2021 im Sommer verlassen könnte. "Mein Wunsch ist es, bei einem Verein zu sein, bei dem ich eine realistische Chance habe, zu spielen." Bei Leicester kam er gegen Saisonende noch zu einigen Einsätzen. "Es hilft nichts zu jammern. Ich weiß, was ich kann, was meine Qualitäten sind", sagte Dragovic zu seiner Club-Situation. "Ich brauche Selbstvertrauen, das kommt langsam."

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Der ÖFB hat seinen Sponsorvertrag mit dem Burgenland Tourismus um zwei Jahre bis 2020 verlängert. Die Sponsor-Partnerschaft besteht bereits seit 1997. Laut Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) sei sie nicht nur für die unmittelbaren Nächtigungszahlen, sondern auch für das Image wichtig. "Wir sind überzeugt, dass das sehr gut investiertes Geld ist", sagte Niessl. Das ÖFB-Team weilt kommende Woche wieder im Burgenland. Die Mannschaft bereitet sich von Mittwoch bis Freitag in Bad Tatzmannsdorf auf das Testspiel am 10. Juni in Wien gegen Brasilien vor.

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ÖFB-Präsident Leo Windtner trifft am Spieltag in Klagenfurt mit seinem deutschen Amtskollegen Reinhard Grindel zu einer Podiumsdiskussion für Sponsor- und Medienvertreter zusammen. "Wir hoffen, dass wir sportlich zumindest einigermaßen die Kontinuität wahren können", sagte Windtner nach zuletzt sechs ÖFB-Siegen in Folge vor dem Duell mit dem Weltmeister. Neben ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel ist bei der Veranstaltung auch der langjährige Deutschland-Legionär Zlatko Junuzovic geladen, der im Sommer von Werder Bremen zu Salzburg wechselt.

Quelle: APA

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