Jungstars übernehmen das Kommando

Laimer, Schlager und Co. lassen dem Gegner keine Luft zum Atmen.

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Standpunkt Alexander Bischof

Österreichs Fußballnationalteam hat dem Druck standgehalten, nach den beiden Auftaktniederlagen in der EM-Qualifikation für die Endrunde 2020 gegen Slowenien und Nordmazedonien siegen zu müssen. Beim 4:1 gegen die Nordmazedonier zeigten die Österreicher auch eine ganz starke Leistung. Es muss aber schon die Kirche im Dorf gelassen werden. Noch besteht überhaupt kein Anlass, in überschwängliche Euphorie zu verfallen. Österreichs Elitekicker schlugen einen Gegner, der es verweigerte, zu verteidigen, der überheblich wirkte, und so hatte es den Anschein, dass er dachte, er könne die ÖFB-Auswahl ohne Defensivarbeit bezwingen. Diese Freiheiten, die man im internationalen Geschäft eigentlich nie mehr bekommt, nutzten die Österreicher perfekt aus.

Vor allem der jungen Generation im ÖFB-Team war diese Spielfreude, diese Power in der Offensive und in der Rückwärtsbewegung zu verdanken. Das Trio Xaver Schlager, Konrad Laimer und Valentino Lazaro machte Meter um Meter und ließ die Nordmazedonier wie Nachwuchsspieler aussehen. Und dabei ist keiner aus dem Trio älter als 23 Jahre. Dass Österreich mit David Alaba und Julian Baumgartlinger wichtige Spieler nicht zur Verfügung standen, wurde zur Nebensache. Und wenn Stefan Ilsanker als Abräumer immer so agiert wie gegen Nordmazedonien, kann Teamchef Franco Foda auf den Halleiner nicht verzichten.

Es machte endlich einmal wieder Spaß, Laimer und Co. bei ihrem schnörkellosen, kompromisslosen Powerspiel in höchstem Tempo zuzusehen. Die jungen Wilden sind auch auf dem besten Weg, das Kommando im ÖFB-Team zu übernehmen.

Aufgerufen am 17.05.2022 um 01:11 auf https://www.sn.at/sport/fussball/nationalteam/standpunkt-jungstars-uebernehmen-das-kommando-71594059

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