Nationalteam

Was Konrad Laimer von Cristiano Ronaldo gelernt hat

Drei Länderspiele, drei Siege. Dabei ein Tor erzielt und vier aufgelegt: Es läuft bei Konrad Laimer im österreichischen Nationalteam.

Konrad Laimer.  SN/GEPA pictures
Konrad Laimer.

Nachdem der Aberseer lange auf sein Debüt im A-Team warten hatte müssen, legte er gleich los wie die Feuerwehr. In den schwierigen Partien im Juni gegen Slowenien (1:0) und in Nordmazedonien (4:1) gehörte er bereits zu den Aktivposten, beim 6:0 gegen Lettland an seiner alten Heimstätte in Salzburg am Freitag agierte er überragend. Vor den Augen vieler Verwandter und Freunde gelang ihm auch sein erstes Länderspieltor.
"Dass ich mehr Scorerpunkte als Spiele habe, hätte ich selbst nicht zu wetten getraut. So kann es gern weitergehen", sagte der 22-Jährige am Tag nach dem Spiel. Letztlich sei die Leistung aber das Produkt von zwei Jahren konsequenter Arbeit: "Bei meinem Club in Leipzig hatte ich auch schwierige Zeiten, wo ich weniger gespielt habe. Aber ich habe viel gelernt und mich weiter entwickelt. Das sieht man jetzt auch." Dabei nimmt er Anleihen bei Superstar Cristiano Ronaldo. "Er hat einmal gesagt: ,Du sollst als Fußballer nie zufrieden sein. Es gibt immer noch Dinge, die du besser machen kannst.'"
Auch gegen Lettland sei nicht alles perfekt gewesen. Die Entwicklung soll weitergehen: "Ich möchte den nächsten Schritt machen. Meine Stärken gegen den Ball kann ich weiter verbessern. Ich will aber auch mehr Vorlagen und Tore liefern. Das ist es, was im Fußball hängen bleibt."
Das könnte schon gegen Polen in Warschau passieren. "Am Montag erwartet uns ein sehr schwieriges Spiel. Wir müssen einfach wieder unseren Plan von der ersten bis zur letzten Minute durchziehen. Die Spielweise wird sich gar nicht so unterscheiden im Vergleich zu Lettland. Nur Ballbesitz werden wir etwas weniger haben", schätzt Laimer. "In dieser Gruppe brauchen wir uns vor keinem Gegner zu verstecken. Jeder kann jeden schlagen, wie man auch an der Niederlage von Polen gegen Slowenien gesehen hat."
Mit Laimers Auftauchen beim Nationalteam hat auch Marcel Sabitzer endlich geglänzt. Ob es einen Zusammenhang gibt? "Es hilft bestimmt, bekannte Gesichter neben sich zu haben, die man vom Club oder von früher kennt", sagt der Salzburger. "Wir wissen, was der Sabi für Qualitäten hat. Ich hoffe, dass es jetzt bei ihm im Team so bleibt." Aufgezeigt hat auch sein zweiter Clubkollege Stefan Ilsanker, der sofort nach seiner Einwechslung beim Eigentor des lettischen Keepers quasi halber Torschütze war. "Der kommt rein und ist sofort da. Es hat ihm gutgetan, wieder zu spielen", sagt Laimer über "Ilse", der von RB Leipzig nicht in den Champions-League-Kader berufen worden ist. "Er wird sich nicht hängen lassen, wird in jedem Training alles geben. Seine Chancen werden kommen."
Zwei weitere Kollegen muss Conny Laimer im Moment aufbauen. Xaver Schlager, nach seinem Knöchelbruch außer Gefecht, ist nach dem Spiel in die ÖFB-Kabine gekommen und hat gratuliert. "Der Xaver ist schon wieder guter Dinge und ich wünsche ihm, dass er rasch wieder auf dem Platz steht." Gleiches gelte auch für seinen Clubkollegen Hannes Wolf: "Er geht schon wieder ohne Krücken. Es geht aufwärts."

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