Nationalteam

Windtner lobt Zusammenspiel der Generationen im ÖFB-Team

ÖFB-Präsident Leo Windtner hat am Samstag nach dem erfolgreichen Auftakt in der Nations League nicht nur gelobt, wie Österreichs Fußball-Nationalteam mit den "widrigen Umständen" aufgrund der Corona-Maßnahmen in Norwegen zurechtgekommen ist. Positiv vermerkte der Verbandschef nach dem 2:1-Erfolg in Oslo auch die Integration einer neuen Generation, der etwa Debütant Christoph Baumgartner angehört.

Leo Windtner voll des Lobes SN/APA/EXPA/JOHANN GRODER
Leo Windtner voll des Lobes

"Der Auftritt war herzerfrischend. Lauf- und Einsatzbereitschaft waren da. Das hat Eindruck gemacht auf einen ernst zu nehmenden Gegner", meinte Windtner, der mit Generalsekretär Thomas Hollerer und Geschäftsführer Bernhard Neuhold die Mini-Delegation des ÖFB gebildet hatte, bei der Rückkehr nach Klagenfurt. "Freude macht speziell, mit welcher Dynamik die nächste Generation ans Werk gegangen ist und mit den Arrivierten ein gutes Team gebildet hat"

Neben den Ausfällen von David Alaba, Marko Arnautovic, Valentino Lazaro oder Konrad Laimer ließ Teamchef Franco Foda wegen deren kurzer Vorbereitung in Oslo auch Kapitän Julian Baumgartlinger und Aleksandar Dragovic vorerst auf der Ersatzbank. Das Gefüge schien trotzdem zu funktionieren. "Die Arrivierten sind in keiner Form hochnäsig oder beleidigt, wenn sie einmal nicht von Beginn an spielen", sagte Windtner. "Und die Jungen sind nach wie vor demütig."

Das bewies Baumgartner, der nach seiner starken Vorstellung auch am Montag (20.45 Uhr/live ORF 1) gegen Rumänien auf einen Platz in der Startformation hoffen darf. "Aber ich bin kein Spieler, der Ansprüche stellt. Ich bin erst so kurz dabei", betonte der 21-Jährige. Teamchef Franco Foda lobte den Niederösterreicher für dessen Bodenständigkeit: "Er muss sich schon noch weiterentwickeln in gewissen Situationen, aber das weiß er auch. Er ist klar in der Birne."

Spielerisch ist Baumgartner zudem ein echtes Versprechen für die Zukunft. "Er bringt Speed mit, hat ein gutes Tempodribbling - er kann unser Spiel bereichern mit seiner Art, wie er Fußball spielt", erklärte Foda. Das kann der Hoffenheim-Legionär auf beinahe allen Offensiv-Positionen. Gegen Norwegen agierte er auf dem linken Flügel. Aber auch in seine Lieblingsrolle des "Zehners", die im ÖFB-Team Marcel Sabitzer besetzt, rotierte er immer wieder.

"In so einem System kann man immer wieder ein bisschen Räume sehen und hineinstoßen", erklärte Baumgartner, warum er mitunter auch im offensiven Mittelfeldzentrum auftauchte. Im Defensivverhalten sei vieles vorgegeben. "In der Offensive haben wir unsere Freiheiten." Die will das Team auch gegen Rumänien nutzen. Baumgartner: "Den Gegner unter Druck setzen und unser Spiel auf die Wiese bringen, das ist entscheidend."

Zuschauer sind am Montag auch im Wörthersee-Stadion keine erlaubt. Das ist nicht der Corona-Ampel, sondern einer Order des europäischen Verbandes UEFA geschuldet. Der ÖFB hofft aber nach wie vor, ab Oktober auch Länderspiele wieder vor reduziertem Publikum austragen zu können. "Die UEFA hat diesen Doubleheader zum Elchtest erklärt", kommentierte Windtner die Situation. Das Nationalteam hat zumindest den ersten Teil davon bestanden.

Quelle: APA

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