Fußball

Neue Hürden für Austria Salzburg

Fußball-Westligist Austria Salzburg kommt auch in der Winterpause nicht zur Ruhe: Neben der angespannten finanziellen Situation gilt es für den Vorstand weitere Probleme zu lösen.

Nico Mayer (l.) soll die Austria in der Rückrunde zum Klassenerhalt führen.  SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Nico Mayer (l.) soll die Austria in der Rückrunde zum Klassenerhalt führen.

Die Vorbereitung auf die Rückrunde in der Fußball-Westliga ist bei der Austria voll im Gange. Nach zuletzt drei Testspielsiegen in Serie dürfte die Fahrtrichtung zumindest sportlich stimmen. Abseits des Rasens haben die Austria-Verantwortlichen aber einiges zu tun. Interims-Obmann Alexander Hütter nimmt im SN-Gespräch zu den wichtigsten Themen Stellung.

Abbau der Hintertor-Tribüne
Für Hütter ist der Abbau der Hintertor-Tribüne im Stadion Max glan noch nicht in Stein gemeißelt. "Es wird in den nächsten Wochen zu einem Gespräch mit Stiegl kommen, dann sehen wir weiter." Lenkt Stiegl nicht ein, dann muss die Hintertor-Tribüne im Jahr 2018 abgebaut werden.

Fanverbot am Kunstrasen
Wegen einer fehlenden Veranstaltungsgenehmigung müssen die Austria-Testspiele auf dem Kunstrasen in Maxglan in Zukunft unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. "Von außerhalb können die Fans aber weiterhin zuschauen", erklärt Hütter. Um eine Genehmigung zu erhalten, müssten die Violetten auf der Kunstrasen-Anlage einige baulichen Maßnahmen vornehmen. "Das würde aber nicht viel Sinn machen."

Finanzielle Situation
"Im Winter haben wir keine Einnahmen, deswegen ist diese Zeit natürlich immer hart", klärt Hütter auf. Ohne die Altlasten, die in der Rückrunde der Ersten Liga angehäuft wurden, würde die Austria, laut Hütter, finanziell aber gut dastehen. "Ohne diese Schulden würden wir in der Saison 2016/17 sogar ein leichtes Plus erwirtschaften." Das Minus beläuft sich derzeit auf eine niedrige sechsstellige Summe.

Wechsel des Ausrüsters
Seit der Neugründung war die Sportartikelfirma Puma Ausrüster der Austria. Vor Kurzem wurde der Vertrag aber gekündigt. "Die Vereinbarung hätte sich um zwei Jahre verlängert, deswegen mussten wir kündigen", sagt Hütter, der in der Folge Angebote von weiteren Ausrüstern einholte. "Da konnte Puma mit einem anderen Anbieter nicht mithalten, deswegen werden wir den Ausrüster wechseln." Ab der Spielzeit 2017/18 werden die Violetten vom belgischen Unternehmen Patrick ausgerüstet.

Neuer Obmann Otto Konrad
Ob Otto Konrad die Obmannschaft bei den Violetten übernehmen wird, steht noch immer nicht fest. Hütter, der seit Juli des vergangenen Jahres als Interims-Obmann fungiert, will den Posten spätestens im März abgeben. "Bis zur Mitgliederversammlung am 11. März wäre eine Entscheidung wünschenswert." Eine Alternative zu Konrad hat der Aus-tria-Vorstand (noch) nicht. "Er ist weiterhin unser Kandidat Nummer eins und wir hoffen, dass er es macht."

Sportliche Zukunft
Nach einer durchwachsenen Herbstsaison liegt die Austria derzeit auf dem zwölften Platz in der Regionalliga West. Im Frühjahr gibt es für Hütter nur ein Ziel: "Der Klassenerhalt hat oberste Priorität." Eine Rückkehr in die Erste Liga hat Hütter nicht im Visier: "Auch wenn die Reform einiges leichter macht, ist der Aufstieg in der kommenden Saison nach derzeitigem Stand nicht realistisch. Aber man weiß ja nie, was passiert."

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