Fußball

ÖFB-Stürmer Marcel Sabitzer hofft auf schnelles Comeback

RB Leipzigs Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer hofft nach seiner Schulterverletzung auf ein schnelles Comeback. "Guten Morgen Leute... Danke für die ganzen Nachrichten! Ich hoffe ich bin bald wieder zurück", twitterte der österreichische Fußball-Nationalspieler am Mittwoch.

Das Ende eines starken Auftritts: Marcel Sabitzer musste mit luxierter Schulter vom Platz getragen werden. SN/GEPA pictures
Das Ende eines starken Auftritts: Marcel Sabitzer musste mit luxierter Schulter vom Platz getragen werden.

Der 23-Jährige hatte sich am Dienstagabend in der 33. Minute des Champions-League-Spiels beim AS Monaco die Schulter ausgekugelt.

Sabitzer, der im Kader von RB zuletzt die meisten Einsätze in Serie und 18 der 19 Saisonspiele bestritten hatte, war bei einem Schuss ausgerutscht und unglücklich auf die linke Schulter gefallen.

Leipzig gewann 4:1 und sicherte sich damit das Überwintern in einem internationalen Wettbewerb, zumindest in der Europa League.

Auch RB-Sportdirektor Ralf Rangnick hofft auf eine schnelle Genesung des Dauerbrenners.

Rangnick: "Bei einem Steirer weiß man nie"

"Knöchern ist schon mal nichts, aber wir müssen abwarten, wie es mit dem Kapsel-Bänderapparat aussieht. Das ist eigentlich das Entscheidende", sagte Rangnick und meinte schmunzelnd: "Nach dem Spiel war er schon wieder in der Kabine und sah so aus, als ob er morgen wieder trainieren könnte. Bei einem Steirer weiß man nie. Aber ich glaube nicht, dass er am Samstag wieder spielen kann."

Für Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl und seinen Sportdirektor Ralf Rangnick kam der 4:1-Sieg bei AS Monaco in der Fußball-Champions-League am Dienstag übrigens einem Triumphzug gleich. "Ich übertreibe nicht, wenn ich von unserem besten Auftritt in dieser Champions-League-Saison spreche", erklärte Hasenhüttl. Dennoch ist zum Aufstieg Schützenhilfe der Monegassen vonnöten.

"Schade, dass wir es nicht mehr selbst in der Hand haben durch das verkorkste Spiel gegen Porto. Aber wir wollen das Spiel gegen Besiktas unbedingt gewinnen, um noch eine kleine Chance auf das Achtelfinale zu haben", sagte Doppeltorschütze Timo Werner im Hinblick auf das Heimspiel gegen den türkischen Gruppensieger am 6. Dezember. Das mit Leipzig punktegleiche Porto, das noch Monaco empfängt, hat im direkten Vergleich die Nase vorne.

Das war das erste Tor für Leipzig: Marcel Sabitzer flankt in den Strafraum, dort wird der Ball von Monaco-Verteidiger Jemerson zum 0:1 ins Tor abgefälscht. SN/GEPA pictures
Das war das erste Tor für Leipzig: Marcel Sabitzer flankt in den Strafraum, dort wird der Ball von Monaco-Verteidiger Jemerson zum 0:1 ins Tor abgefälscht.

Die Teilnahme an der Europa League haben die "Bullen" aber sicher. "Wir sind auf jeden Fall in einer K.o.-Phase dabei, das ist für uns eine neue Erfahrung, die wir auch brauchen", betonte Hasenhüttl.

Selbst das Szenario eines Duells mit Red Bull Salzburg ist dann möglich. Das ist freilich Zukunftsmusik, am Dienstag durfte man sich selbst loben. "Wir waren von Anfang an so auf dem Platz, wie ich es mir gewünscht habe. Wir waren gemeinsam sehr, sehr gut am Ballerobern und Umschalten. Die Tore waren super herausgespielt", erklärte Hasenhüttl.

Mit seinem Landsmann Marcel Sabitzer verlor der Steirer aber seinen besten Spieler der vergangenen Wochen."Wenn der Wermutstropfen mit Sabitzers Verletzung nicht wäre, wäre ich rundum glücklich." Hochzufrieden reagierte auch "Mastermind" Rangnick: "Die erste Halbzeit geht nicht viel besser. Das war perfektes Umschaltspiel."

Triumph in Dortmund: Die Tottenham-Offensivkräfte Son Heung-Min und Harry Kane konnten BVB-Keeper Roman Bürki je einmal bezwingen. SN/APA/AFP/JOHN MACDOUGALL
Triumph in Dortmund: Die Tottenham-Offensivkräfte Son Heung-Min und Harry Kane konnten BVB-Keeper Roman Bürki je einmal bezwingen.

In Dortmund gehen die Lichter aus

Ganz anders vernahmen sich die Töne aus Dortmund. Nach dem Heim-1:2 gegen Tottenham ist man endgültig aus dem Aufstiegsrennen und könnte theoretisch selbst noch um den Europa-League-Platz umfallen. Der ohnehin schon angeschlagene Trainer Peter Bosz beschrieb danach stoisch, aber ungewohnt offen die Ausgangslage vor dem Revierderby gegen Schalke am Samstag.

"Ich weiß, es ist wichtig, dass wir gegen Schalke gewinnen - auch für meine Position." Sieht man vom DFB-Cup ab, hat man in den vergangenen acht Pflichtspielen nur einen Sieg geholt.

Tottenham steht in Gruppe H als Sieger fest, Real Madrid muss sich mit Rang zwei zufriedengeben. Da half auch ein 6:0 bei APOEL Nikosia bzw. der höchste CL-Auswärtserfolg der Vereinsgeschichte nichts. Karim Benzema und Cristiano Ronaldo trafen doppelt, der Weltfußballer führt mit acht Stück auch die Torschützenliste an. Trainer Zinedine Zidane nutzte die Gelegenheit weidlich, um auch Wechselspielern wie Borja Mayoral, Dani Ceballos und Theo Hernandez Spielzeit zu verschaffen.

Äußerst bemerkenswert verlief der Abend in Sevilla, wo Liverpool eine 3:0-Pausenführung noch herschenkte. "Es ist offensichtlich. Wir haben aufgehört, Fußball zu spielen", meinte Trainer Jürgen Klopp nach dem 3:3. Mit einem Sieg wären die Engländer fix aufgestiegen, so könnte man mit einer Heimniederlage im letzten Spiel gegen Spartak Moskau noch die K.o.-Phase verpassen. "Wir haben nicht verloren, aber es fühlt sich an, als hätten wir verloren", sagte Klopp.

Quelle: Dpa

Aufgerufen am 15.10.2018 um 01:43 auf https://www.sn.at/sport/fussball/oefb-stuermer-marcel-sabitzer-hofft-auf-schnelles-comeback-20811517

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