Fußball

Otto Konrad: "98 Prozent der Austria-Fans sind total in Ordnung"

Austria-Berater Otto Konrad äußert sich zur "Causa Haas" und hofft auf eine Selbstreinigung unter den Austria-Anhängern.

Otto Konrad: "98 Prozent der Austria-Fans sind total in Ordnung" SN/Marco Riebler
Otto Konrad (Mitte) steht trotz der Vorfälle der vergangenen Wochen weiterhin zur Austria.

Nach einer Saison ohne gröbere Zwischenfälle sorgen einzelne Austria-Fans in der Fußball-Westliga wieder für negative Schlagzeilen. Nur zwei Wochen nach dem Böllerwurf im Stadtderby gegen den SAK wurde am vergangenen Wochenende Grödig-Manager Christian Haas auf einer Raststätte in Deutschland von violetten Anhängern tätlich angegriffen. "Für das Image des Vereins sind diese Vorfälle natürlich alles andere als gut", erklärt Otto Konrad, der bei den Violetten derzeit eine beratende Tätigkeit einnimmt. "Was genau vorgefallen ist, können wir alle nicht beurteilen. Ich habe schon einige Versionen gehört. Letztendlich werden die Gerichte die Wahrheit ans Tageslicht bringen."

Die Vorkommnisse machen es für den finanziell angeschlagenen Club nicht leichter, potente Sponsoren an Land zu ziehen. "Manche Unternehmen fordern eine Klausel, dass sie jederzeit aussteigen können, wenn etwas passiert", sagt Konrad, der sich von den Anhängern weiter Unterstützung gegen die Krawallmacher wünscht. "Gegen den SAK hat die von den Fans angekündigte Selbstreinigung schon sehr gut funktioniert. Ich hoffe, dass sich unsere Anhänger auch in Zukunft gegen die Radaubrüder stellen. 98 Prozent der Austria-Fans sind total in Ordnung."

Die Ereignisse der vergangenen Wochen haben keinen Einfluss auf Konrads Entscheidung, den Obmann-Posten zu übernehmen. "Es werden immer wieder Probleme auftauchen. Ob ich Interims-Obmann Alexander Hütter beerbe, wird sich bis Winter entscheiden. Ich muss erst abwarten, wie es bei mir beruflich weitergeht", erklärt der ehemalige Austria-Goalie.

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